Diejenige Zeit, welche bei dem großen Lastverhältniffedurch vorkommende Hemmnisse in der Bewegung und bei demunbedingt nothwendigen Aufsitzen der Bedienung durch eintre-tende Schwierigkeiten im schnellen Abfahren verloren geht,muß dadurch wieder zu gewinnen gesucht werden, daß dieGeschütze die Fähigkeit in sich tragen, mit ihnen, wenn sieeinmal in die Position gelangt sind, rasch zum Schusse zukommen. Darum gebe man der fahrenden, wie schon derFuß-Artillerie, verglichene Rohre, feste Aufsätze mitder Distanzeintheilung, für Kanonen und Hau-bitzen einerlei Laffete (Blo cklaffete), und fürsämmtliche Geschütze und Wagen einerlei Protze,Achse und Rad.
Da die fahrende Artillerie dem Feinde näher zu Leibe ge-hen und in den Positionen länger ausharren kann, als die Fuß-artillerie, so bringe man, gleichwie an den englischen und öster-reichischen Geschützen, auf der Laffete Munitionskäst-chen an, welche die Aufnahme von ein Paar Kartätschenschüssengestatten, um dieselben bei einem solchen offensiven oder defensi-ven Verhalten augenblicklich ganz nahe bei der Hand zu haben.
Unter allen fahrenden Artillerien entspricht die techni-sche Organisation der englischen am meisten denbis jetzt entwickelten Grnndzügen. —
Die fahrende Artillerie, welche aber auch von der Schlacht-linie aus schon auf große Entfernungen ihr Feuer zu begin-nen hat, und zur Unterhaltung eines andauernden Feuers einhinreichendes Munitionsquantum bei sich haben muß/erfordert in beider Hinsicht, nebst den Kugel-, Granat- undKartätschenschüssen anch noch Chrapnels mit sich zu führen.Das Quantum der letztgenannten neuen Gcschoßart bestimmeman jedoch nicht auf Kosten der Kartätschen, sondernauf jene der Kugeln, da ein Chrapnel im Nothfalle stets alsVollkugel noch Verwendung finden kann. Man gebe daherder Sechspfünder-Kanone von der ganzen Munitionsausrü-stung Vr Kartätschen und V? Shrapnels, bei der leichtenlangen Siebenpfünder-Haubitze jedem derselben Vs-