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Beeren, Heilsbcrg, Warschau, Käpolna, Szege-din und Temesvär die Schlacht durch Artilleriemassen schoneröffnen, und mit ihnen den Kampf durch ihren fortgesetztenGebrauch während des ganzen Verlaufes bis zur Entscheidung,unter der Leitung ihrer eigenen höheren Offizieremit einer unbestreitbaren Befehlshabergabe und Feldherren-Jntelligenz hindurchfühlen. Bei Groß-Görschen, Fried-land, Ocana, Borodino, Grochow, Käpolna, Har-kaly, Raab sahen wir sie im richtig erkannten Momentewährend der Schlacht mit umsichtiger Führung in den Kampfeingreifen, und das Gefecht wieder herstellen oder entschei-den. — Solche Beispiele lehren, daß es nicht genügt, eineArtilleriemasse durch das blose Auffahren von Batterien neben-einander in eine zusammenhängende, unbewegliche Linie zuformtreu; denn Napoleon wollte mit seiner aus diese Weisegebildeten bekannten großen Batterie von 100 Geschützen beiWagram sicher nicht im Centrum die Entscheidung herbei-führen, hinter welchem die Oesierreicher ihre starken Reservenstehen hatten, sondern er wollte hier nur den Feind im gro-ßen Schach halten, während der Herzog von Auerstädt mitseiner gesammten Kavalerie und reitenden Artillerie die Um-gehung des linken österreichischen Flügels vollendete. — Ei-ner Artilleriemasse darf gleichfalls wie jeder anderen Trnppen-masse auch die Lenksamkeit zur Führung durch einen Be-fehlshaber nicht mangeln. — Ein höherer Artillerieführerwird daher die Massen nicht durch Vereinigung der Theile ineinen streng zusammenhängenden Körper in der Absicht zu bil-den suchen, um sie nur in einer ununterbrochenen Feuerlinienebeneinander zu erhalten, sondern er wird sie zur Ausführungplanmäßiger Manöver in leicht lenkbare Abtheilungenmit Intervallen scheiden, um diesen Abtheilungen eine so freieBewegung und einen so leichten Uebergang in die Gefechtstel-lnng zu gestatten, daß dieselben von ihren Positionen aus zueiner gemeinschaftlichen Absicht so zusammenwirken können, wiees die angeführten Beispiele darstellen. —
Je weiter man in diesen höchst wichtigen Gegenstand über