Artillerie schon im Frieden im Großen, ihre Beweglichkeit,Schußfertigkeit, Wirksamkeit-kennen und zum Zwecke ge-brauchen lernen. Zeit und Raum ist in der Artillerie-taktik ein vorzüglich zu berücksichtigender Gegenstand; keineWaffe bedarf mehr des Studiums der Logistik, als dieArtillerie. Hat sich auch der Taktiker der andern Waffen hierineinmal verrechnet, so macht ihm ein kräftiger Bajonnetstich,ein tüchtiger Säbelhieb seiner Schaaren wohl wieder Luft:nicht so dem Artilleristen, wenn dieser seine Geschütze gar-nicht, oder auf einem seiner Waffe unangemessenen Ter«rain, zum Feuern bringen kann.
Einige wenige Geschütze, welche, bei den meistenFriedcnsmanövern, ganzen Treffen beigegcben, ihnen inhüpfender Bewegung vorangehen, geben nur ein zu treuesBild, wie Artillerie nicht gebraucht werden soll. Vondem Gebrauche, der Aufstellung, den Bewegungen der sowichtigen 12 Pfänder-Positionsbattcrien kann vollends garnicht die Rede seyn. 0 Pfänder-Geschütze durch irgendeine Unterscheidung in der Bcschirrung (;. B. mit aufge-bundenen Futtersäcken) als 12pfünder zu bezeichnen, istein Surrogat, welches eher die Begriffe verwirrt, als er-weitert.
Wenn nun als gewiß erwiesen angenommen werdenkann, daß eine Vertheilung der Feldartillcrie dem Geistder Waffe entgegen ist, und daß sie divisionsweise zusam-mengezogen seyn müßte: so ist eben so wichtig die Zusam-mensetzung der verschiedenen Abtheilungen (Brigaden), inwelche eine Division zerfällt.
Der taktische Gebrauch verbindet alle Waffen miteinander, daher jede Armeedivision aus Infanterie- undKavallcriebrigaden zusammengesetzt ist. Wem wird es aberwohl einfallen, aus der Ursache, weil beide Waffen miteinander fechten sollen, ein Infanterie-Bataillon aus 4Kompagnien Infanterie und einer Eskadron Kavallerie zuformiren, und mit einander in die engste Beziehung unter