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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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daß die Batterien eine geringere Anzahl Fahrzeugeenthalten, mithin an Beweglichkeit gewinnen.

Wenn bei der reitenden Artillerie nicht diesenAnsichten gefolgt zu seyn scheint, indem bei jederreitenden Batterie sechs Kanonen und zwei Hau-bitzen aufgeführt sind, so beruht dieses auf dem be-sondern Gebrauche, welcher von der reitenden Ar-tillerie gemacht wird, da öftere Dctachirungen ei-ner Batterie, einzelne Gefechte derselben mit denKavallcriebrigadcn, die Haubitzen nothwendig ma-chen. In gewöhnlichen Fällen aber, wo die rei-tenden Biigadcn vereinigt gebraucht werden, sindindeß allemal die sechs Haubitzen in eine Batteriezusammen zu ziehen, werden vom ältesten Pre-mierlieutenant kommandirt, und hauptsächlich nachihrer Eigenthümlichkeit gebraucht und aufgestellt.

4) Bei der angenommenen Stärke der Armeekorpswerden auf 1000 Mann 3 Geschütze kommen.

5) Es wird durch diese Einrichtung der permanentenArtilleriebrigaden den Armeekorps auf keinemPunkte des Schlachtfeldes an überlegener Artille-rie nach dem nothwendigen anwendbaren Kaliberfehlen.

6) Werden diese Brigaden durch die Abtheilungen zudreien an Beweglichkeit gewinnen, und ihre Tiefewird verringert.

Am Schlüsse dieses Abschnitts müssen wir dennochdem Gedanken Raum geben, daß dieser Rahmen von 36Friedensgcschützen auf ein Armeekorps oder eine Artillerie-division bei einem lange dauernden Frieden zu klein seyndürfte, den wahrhaften Gebrauch der Artillerie in großenMassen zu lehren und zu lernen.

Die Staaten ziehen in jährigen oder zweijährigenZeiträumen ganze Armeekorps zusammen, weil die Noth-wendigkeit gefühlt wird, die Infanterie und Kaval-