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lerie in größeren Massen zu üben, die Momente derSchlachten und Gefechte bildlich zu lehren; sollte solchesfür die Artillerie nicht eben so nothwendig seyn?
Bei einer geringen Anzahl Geschütze (20 oder 30),welche bei den Armeekorps sich befinden, wird dieser Zweckfür alle Waffen nicht erreicht.
Wie für die Landwehrkavallerie alljährlich Pferde aus-geschrieben und vom Staate bezahlt werden, ließe sich die-ses System mit eben so großem Nutzen auch für die Ar-tillerie anwenden.
So oft nämlich ein ganzes Armeekorps zu den gro-ßen Uebungen zusammengezogen wird, müßten für die Ue-bungszeit so viel Pferde ausgeschrieben werden, als zurvölligen Bespannung der Geschütze gehören, mit Ausnahmeder reitenden, welche zu halben Batterien verbleiben, daohne besondere Uebung sich die Reitpferde nicht an dasöftere Auf» und Absitzen gewöhnen.
Und betrachten wir die Kosten, welche dieses verur-sachen würde, so stehen solche gewiß in keinem Verhält-nisse mit dem Nutzen, welcher für die höhere Ausbildungeiner Armee erwachsen muß. Der Bedarf für alle diesezu bespannenden Geschütze, nämlich:
18 Stück 12 Pfänder-Kanoneng — 10 Pfänder-Haubitzen30 — 6 Pfänder-Kanonen
12 — 7 Pfänder-Haubitzen
beträgt 480 Zng-
48 Offizier -72 Unteroffizier -48 Reserve-
in Summa 048 Pferde.
Hierauf sind nun nach Friedensrat vorhanden 240Pferde. Wenn nun für die noch nöthigen 408 Pferdeauf 20 Tage der Uebung täglich 16 gGr. bezahlt werden,