25
Tweites Rspilel.
Elemente der Manöver der Artillerie.
Gehen wir zu den Elementen der Artillericmanöverüber, so kann nichts besseres als Einleitung vorgesetzt wer»den, als was General von Scharnhorst geschrieben, indemer sagt:
„Erst nach dem französischen Rcvolutionskriege behieltin fast allen Staaten die reitende Artillerie einen Theilihrer Bespannung. Nun erschien sie nicht allein bei allenManövern, die mit den Truppen vorgenommen wurden,sondern sie übte sich in allen Bewegungen, als in Abmär-schen, Aufmärschen, Schwenkungen u. s. w. Es war sehrnatürlich, daß, ohne Rücksicht auf die Eigenthümlichkeitder Waffe zu nehmen, man die Einrichtungen der andernWaffen nachahmen wollte. Die Nachtheile, welche hier-durch entstehen, und die Punkte, aus welchen es bei denEvolutionen ankommt, sind vorzüglich in H. 16. darge-legt '). Es kommt hier nicht auf die Auffassung einigerGrundsätze mechanischer Bewegungen, sondern auf die Ge-schicklichkeit an, sich in allen Lagen zu helfen, und dar-nach die Bewegungen einzuleiten."
Erster Abschnitt.
Formation.
Wir haben im ersten Kapitel zum Theil die Grundsätzeder Formation der Artillerie in Divisionen, Brigaden undBatterien entwickelt, nach welchen jede Division aus einerBrigade reitender Artillerie, 2 Brigaden 6 Pfänder, einerBrigade 12 Pfänder und einer Haubitzbrigade zusammengesetzt ist. Die reitende Brigade formirt aus ihren Hau-
l) v. Scharnhvrst's Handbuch der Artillerie; 3ter Band.