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beträgt dieses bei einem Armeekorps ein Jahr 18,400 Rthlr.,das andere Jahr 23,000 Rthlr., mit Ausschluß der Ratio-nen; eine Summe, welche kein großer Staat, um denFrieden zu erhalten, in Betracht ziehen darf. Ueberdiesließe sich noch dadurch eine Ersparniß herbeiführen, wennbei den Landwehrschwadronen jährlich ungefähr 10 Pferdeweniger eingezogen würden, da es bei den Uebungen derKavallerie nicht darauf ankömmt, ob eine Schwadron mit100 oder mit 90 Pferden exercirt.
Die übrigen hieraus erwachsenden Kosten durch denGebrauch der Geschirre und Geschütze werden unbedeutendseyn; im Gegentheil dürfte es besser seyn, diese Gegen-stände alle 2 Jahre einmal einige. Wochen in Gebrauchzu nehmen. Ferner würde die Munition für diese Ge-schütze in Betracht gezogen werden müssen. Gern rechnetman hier eine große Anzahl. Die heftigsten Schlachtender letzten Kriege haben nicht 200 Schuß auf ein Geschützin einem Feldzuge erfordert; man muß demnach auch schon imFrieden lernen die Munition zu berücksichtigen. Fünfzig Kar-tuschen auf ein Geschütz sind zu einer dreiwöchentlichen Ue-bung vollkommen hinreichend. Nicht jedes Geschütz brauchtin den Positionen oder beim Angriffe zu feuern, sondernnur die Flügelgcschütze der ganzen oder halben Batterien,die Feuerposition der Brigaden oder Batterien zu bezeich-nen. Man berücksichtige nur immer, wie die Geschützein der Feuerlinie stehen, und nicht wie oft sie knal-len, und nur wo ein gewaltsamer Angriff einer Artillerie-masse erfolgt, bezeichne man solche durch ein oder zweiSchuß auf ein Geschütz.