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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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Abbrechen und Aufmarschiren. Es werden hierzu winde»stcns 30 Tage, an jedem Tage 4 Exerzierstundcn, mithin120 Stunden erfordert. Außerdem nach 30 Stunden zumtheoretischen Unterricht. In diesem letzten wird vorge»tragen:

1) Dom Pulver. Die Benennung seiner Bestand-theile. Verschiedene Pulversorten, welche bei der Artilleriegebräuchlich sind. Acußcrc Kennzeichen des guten und ver«dorbenen Pulvers. Die einfachsten Mittel, wie schadhafteund etwas verdorbene Munition, z. B. naßgewordcne Kar-tuschen oder Patronen, wieder brauchbar gemacht werdenkann. Vorsichtsmaßregeln bei allen Pulverarbeiten, undVersendung desselben zu Wasser und zu Lande.

2) Vom Geschütz und den Fahrzeugen. Be-nennung und Unterscheidung der gebräuchlichen Geschützar»ten, Laffcten, Protzen, Wagen, und aller ihrer Theile.Es versteht sich von selbst, daß in diesen ersten 30 Stun-den nur erst das Allgemeine vorgetragen, hauptsächlichaber dem Rekruten alle Gegenstände selbst gezeigt werdenmüssen.

Die zweite Periode umfaßt einen Zeitraum von 66Exerzicrtagen oder 198 Excrzierstunden mit 66 Stundenzum theoretischen Unterricht.

In dieser Periode lernt der Rekrut der Fußartillerie,in 8 verschiedenen Zeiträumen von 12, 8 und 5 Tagen,die Bedienung sämmtlicher Geschütze, wiederholt außerdemnoch in 66 Exerzierstundcn die frühere Periode der Aus-bildung mit und ohne Gewehr. Der theoretische Unter«richt wird sich noch immer mit den frühern Gegenständenbeschäftigen müßen, nächsidem

3) zum Unterrichte in der Bedienung und Handha-bung der Geschütze und Fahrzeuge übergehen, und in sichbegreifen: Kenntniß aller Verrichtungen jeder einzelnenNummer bei allen Geschützarten, und des Zubehörs wasjede Nummer braucht. Das Entladen der Geschütze. Die