mechanischen Uebungen, sowohl in Handhabung der Ma-schinen als bei Herstellung schadhafter Fahrzeuge, wobeidie verschiedenen Theile der zusammengesetzten Maschinen,die vorkommenden Bunde, die Tragcbäume, Schlepp-bäume, Nothspcichen rc. beim Gebrauch gezeigt werdenmüssen.
Bei der reitenden Artillerie ändert sich diese Periodedahin ab, daß nur die Bedienung der 6 Pfänder. Kanonenund 7 Pfänder-Haubitzen gelehrt und erlernt wird, wo.nästch man zum Reiten übergeht. Die Ausbildung des rei-tenden Artilleristen erfordert im Ganzen eine längere Zeit,da zur Ausbildung im Reiten und am bespannten Ge«schütz wenigstens 3 Monate nöthig sind.
Nothwendig ist es, die Abtheilungen der Rekrutennicht stärker als 6 Mann zu bilden. Für jede dieserAbtheilungen wird ein Unteroffizier bestimmt und jederderselben noch 2 gut ausgebildete Kanoniere bcigegeben.Diese Abtheilungen bleiben permanent zusammen, und nurnach jeder Periode werden die minder Fähigen oder Un-geschickter» von den Fähigern getrennt, und aus ihneneine besondere Klasse gebildet. Diese Abtheilungen zu6 Mann, bilden gleich eine Geschützbedienung; zu den12Pfänder-Kanonen werden 2 Abtheilungen zusammenge-stoßen. Bei 48 Rekruten oder 8 Geschützabtheilungcnmuß ein Kapitain und 2 Offiziere die specielle Ausbil-dung leiten.
Nach dieser ersten Ausbildung treten die Rekruten indie Kompagnien ein. Hier wird ihre erste Ausbildungfortgesetzt und erweitert. Im zweiten und dritten Jahreerlernen sie das Fahren als fahrende Artilleristen, undden Stalldicnst. Sie erhalten nun noch ferner theoreti-schen Unterricht:
o) Von dem Ernstfeuer. Benennung aller Ar-ten von Zündungen, Geschossen, Ladungen undSignalfcuern, und derjenigen Stücke, aus denen