Buch 
2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
Entstehung
Seite
46
JPEG-Download
 

Nur die größte Einfachheit der Evolutionen, erzeugtdie größten Resultate. Mit dem Ernste des Donners derGeschütze verträgt sich keine taktische Spielerei. Stunden»langes Abschreiten der Allignemcnts und Intervallen inder Brigade- und Divisionsaufstellung nach weiland Sal-dernscher Manier, langweilt in jeder Art die Artillerieund ermüdet die Pferde.

Von der ersten Bildungsperiode der Artillerie an bisauf unsere Zeiten, ist von Tage zu Tage, von Buch zuBuch, nachgeredet und nachgeschrieben worden:die Ma-növer der Artillerie müßten sich nach den Manövern derandern Truppen richten." Die Erfahrungen der letztendrei Jahrzehnde haben endlich (wenigstens im Ernste)auch dieses Vorurtheil, wie so manche andere, gebrochen.Die Manöver der andern Truppen müssen sich nachdenen der Artillerie, nach ihren Aufstcllungspunkten rich-ten; die erstem müssen durch ihre Bewegungen der Artil-lerie nicht hinderlich werden, so lehrt es die Geschichtedenkwürdiger Schlachten.

Vierter Abschnitt.

Elementartakrik.

^ ' 4 . 1 .

Bedienung der einzelnen Beschütze.

Die Elementartaktik bildet das erste Gelenke zu derKette großer Operationen, und umfaßt zuerst die Bedie-nung der Geschütze. Sie muß bei allen Geschützartenmöglichst gleich seyn, das heißt, bei allen gleiche Num-mern und gleiche Verrichtungen haben. Es muß nichtmehr Mannschaft den Geschützen beigegeben werden, alszur nothwendigen Bedienung und Handhabung derselbendurchaus erfordert wird. Reserve kann sich nicht eigent»