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Wendung verloren geht. Die reitenden Artilleristen hinterdem Geschütze schwenken daher auf das Kommando: Rechtsu m! — Marsch! mit Vieren rechts oder links, wodurchnach vollführtet Wendung des Geschützes dasselbe ihnenlinks (rechts) steht. Auf das folgende zweite Kommando:Marsch! zum Antreten der Kolonne, tritt dann das ersteGeschütz im Trabe an, und die reitenden Artilleristen schie-ben sich mit halb links (rechts) hinter das Geschütz. Ingleicher Art folgen alle Geschütze, bis sich die reitendenArtilleristen cingeschoben haben, und dicht hinter den Mün-dungen ihres Geschützes reiten.
Eben so wird bei der Fußartilleric verfahren, jedochmit dem Unterschiede, daß nur 5 Schritte Entfernung ge-wonnen werden dürfen, den Marsch zu erleichtern, und daßdie Bedienungsmannschaft neben dem Geschütz bleibt.
Bei Achtspännern wird ganz in eben der Art verfah-ren, nur daß auf das Kommando: Rechts um! derVorderrcitcr seine Pferde 3 Schritt, der zweite Mittel-reiter, welches der auf ihn zunächst folgende ist, die seini-gen 2 Schritt, und der erste Mittelrcitcr einen Schrittzurücktreten laßt.
Es ist aber unmöglich, daß eine Fahrzeugkolonne ineiner Reihe oder zu Eins dicht aufgeschlossen fahren kann,ohne daß unaufhörliche Stockungen, oder Austreten dereinzelnen Fahrzeuge veranlaßt werden, wozu die mindesteUnebenheit des Bodens, Wendungen und Biegungen desWeges, Veranlassung geben. Dieses führt bei Märschenden größten Ruin der Pferde herbei, und darum muß esHauptaugenmerk der Artillerieoffiziere bleiben, solches zuvermeiden. Es kann dieser Zweck nur dadurch erreichtwerden, daß in ebenen Gegenden die Geschütze und Fahr-zeuge mindestens 5 Schritt von einander entfernt bleiben,worüber weiter unten bei den Märschen das Nähere be-rührt werden wird.