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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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79
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mit Beibehaltung der Ordnung in der Reihefolge der Ge»schütze zu entwickeln; im Gegentheile werden häufig Fällevorkommen, wo eine Batterie oder Brigade sehr viel Zeitund vorthcilhaftes Terrain verlieren würde, wollte sie sichängstlich an die Ordnung der Geschütze binden, daß alle.mal das erste Geschütz auf dem rechten, das sechste oderletzte Geschütz auf dem linken Flügel zu stehen käme. EineBatterie hätte z. B. durch ein Dorf oder einen ähnlichenschmalen Lerraintheil gehen müssen, und wäre rechts abmar-schirt. Sie soll sich schnell in Feuerlinie formiren, findet rechtseine vorthcilhafte deckende Aufstellung, und darf demnachnicht einen Augenblick Anstand nehmen, wenn gleich rechtsabmarschirt, sich rechts zu formiren, wodurch freilich dasrechte Flngclgcschütz auf dem linken Flügel, oder aber dieSektionen und Züge in sich in verkehrter Ordnung zu ste.hen kommen werden, weil es zu viel Zeit raubend seynwürde, erst durch andcrweites Marschircn das günstigeTerrain zu gewinnen, um mit Beibehaltung der Geschütz,ordnung links aufzumarschiren.

Aber es wird nothwendig, durch bestimmte Komman-do's, rechts (links) allemal die Seite anzugeben, wohindie Linie formirt werden oder aufmarschiren soll. Schnellzum Aufmärsche, schnell zum Abprotzen zu kommen, sindHauptbedingungen der Bewegungen der Artillerie; daherauch, sowohl bei einzelnen Batterien als Brigaden, nichterst abzuwarten ist, bis das Ganze sich in eine Feuerlinieentwickelt hat, sondern die Batterie, welche zuerst entwik-kelt ist, protzt augenblicklich ab und feuert, während dieanderen sich entwickeln oder aufmarschiren.

Aufmarsch in Sektionen.

Da man sich nur in dringenden Fällen, bei schmalemWege oder Terrain, in der Marschkolonne zu Eins bewe-gen wird, so muß man allemal, sobald die Terrainhin-dernisse beseitigt sind, in größer» Abtheilungen wieder auf-