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achtspänniges 24 Schritt. In der preußischen Artillerieergeben die Abmessungen für ein reitendes Geschütz mitdicht hinter dem Geschütz aufgeschlossener Mannschaft62 Fuß, für ein 6 pfünder-Fuß «Geschütz 48, für ein12pfünder«Geschütz 60 Fuß 9 Zoll, welches mit obigenAngaben fast übereinstimmt.
Plan XIV. Z. giebt die Marscheintheilung näheran. Die Spitze der Avantgarde besteht aus 2 Schwadro«ncn. Ihnen folgen 2 Füsilierbataillone als erstes Trcf«fcn, diesen die Haubitzbattcrie; dann das zweite Treffen,diesem die 12 Pfänder «Batterie; die reitende Batterie mit2 Schwadronen als Reserve. Die Marschausdehnungdieser Avantgarde wird 3022 Schritt betragen, da wirbeim Marsch auf gebahnten Wegen bei der Infanterie aufVerlängerung der Frontlinie gerechnet haben. DieserAvantgarde ist keine reitende Artillerie nach der Spitze zu«getheilt, sondern in der Reserve behalten.
Auf dem Schauplätze der Friedcnsmanöver nimmt essich allerdings recht artig aus, wenn nach der Spitze derKavallerie, welche sich in Plänklcr und Souticns auflöstund entwickelt, reitende Artillerie vorgeht, abprotzt undknallt. Was soll sie aber im Ernste eigentlich todtschie-ßcn? Welcher reelle Zweck läßt sich mit diesem Schau-und Parademanöver schinden? Hier soll reitende Artil«leric auf mindestens 1500 — in den meisten Fällen,wenn beiderseitige Avantgarden auf einander stoßen, aufnoch mehrere — Schritt in kleiner Feuerlinie schießen.Wird sie hier zweckmäßig ihrer Bestimmung nach ange-wendet? Nach dem Gange eines großen Gefechts wer-den, wenn die beiderseitigen Truppen auf einander stoßen,Haubitzen hier an ihrer Stelle seyn, um auf größere alsmittlere Schußweiten die anrückenden und ausschließen-den feindlichen Marschkolonnen, welche in taktische über«gehn, zu beschießen, zu gleichen» Zwecke die Zwölfpfündcrfolgen, die reitende Artillerie aber in der Reserve gehalten