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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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werden, um in Verbindung mit der Kavallerie ein noth-wendiges ernsthaftes Avantgardengcfecht entweder zur Ent-scheidung, oder doch zum Stehen zu bringen.

Anders ist es indeß, wenn man einem geschlagenenFeinde mit der Avantgarde und hauptsächlich mit Kaval-lerie, so zu sagen, in den Fersen liegt. Hier müssen dieBewegungen auf alle Flanken und die Rückzugslinien desFeindes mit Kraft und Schnelligkeit ausgeführt werden.Hier tritt reitende Artillerie in ihr Element, und alle An.griffe der Kavallerie gegen eine Masse Infanterie werdenzeitraubend seyn, wenn sie nicht durch reitende Artillerieunterstützt werden ').

Was soll reitende Artillerie in großen Augenblickenmit der Kavallerie zur Entscheidung bringen, wenn sieihre Munition schon durch unwirksames Schießen aufgroße Entfernungen beim Plänkeln verbraucht hat?Die Munitionskolonnen sind in solchen Fällen mindestenszwei Meilen zurück, der Munitionsersatz daher oft schwierig,wo nicht gar unmöglich, und die entscheidendste Waffe indem entscheidendsten Augenblicke in Unthätigkcit gesetzt.

Erfordern es die Umstände und das Zusammentreffenmit dem Feinde, die Mantgarde aufzustellen, so geschieht e-diescs auf die leichtcstdJlrt durch den Aufmarsch in Ba-taillonsmassen vorwärts, oder auch nach einer der Seiten.

Es gehört zur taktischen Spielerei, wenn man den Feindlinks vermuthet, rechtS, und so umgekehrt links abzumar-schircn. Aber bei lange anhaltenden Märschen wechseleman mit beiden Arten der Abmärsche ab, weil die Trup-pen an der Queue immer mehr, als an der Täte, ange-griffen werden.

Die Bataillonsmassen geben allen Theilen, der Mittewie den Flügeln, Festigkeit, und das Anlehnen der Flügel

I) Zu», Beispiele dient das Gefecht bei Fcre champenoiseam 2.i. Mär; 1814 gegen die fraiijvsische Division Paetvd.