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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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hindert fort, die Kolonnentrennung ist geschehen, und kannlange unbemerkt bleiben')."

i) Dieser letzten Ansicht stimmt der Verfasser bei, undhat ein Beispiel dieser Art in der Kampagne 1815 , aber nichtdurch die Artillerie veranlaßt, erlebt, da ein solches wohl we-nigstens in der preußischen Artillerie nicht vorkommen dürste.Die Trainsoldaten eines BataillonswagenS waren bei einemnächtlichen Marsche, wo eine Stockung entstand, abgestiegen undeingeschlafen; sie hielten eine ganze Jnfanteriebrigade und diedieser folgende Reserveartillerie des Armeekorps so sehr auf,daß der Marsch und die Ankunft am Bestimmungsorte ummehrere Stunden verspätet ward.

Es dürfte sehr zweckmäßig seyn, die Fahrzeuge, welchenothwendig den Bataillonen folgen müsse», unter allen Umstän-den Regimenterweise zusammen zu ziehen, bei jedem Fahrzeugeinen Gefreiten, per Bataillon einen Unteroffizier zu komman-diren, und das Ganze unter den Befehl eines Offiziers (desRechnungsführers) zu stellen. Dieser müßte allein dem Regi-mentskommandeur für Alles verantwortlich seyn, auf die guteErhaltung der Pferde, so wie des Attirails, sehen, undeine strenge Aufsicht über die Trainsoldaken führen; denn werkann läugnen, daß es hier noch sehr an der zweckmäßige» Un-terhaltung der Pferde fehlt; und sind diese minder wichtig,als andere Pferde des Armeedienstes? Au diesen den Batail-lonen nothwendigen Wagen rechnen wir auch die Bataillons,Patrvnenwagen. Diese der Artillerie zu attaschiren, wie es imletzten Kriege bei dem preußischen Heere statt fand, dürfte der-selben eine neue Last aufbürden, und mancherlei Ungehörigkcirenerzeugen. Sechs Infanterie-Patrvnenwagen machen dem Bat-teriekommandeur mehr Arbeit und Last, als die ganze Batterieselbst. Warum soll die Infanterie nicht auch dieses Materialszum Gebrauch ihrer Feuerwaffe, selbst zu ihrem eigenen Be-sten, am zweckmäßigsten verwalten?

Da nun nach unserer Ansicht gar keine bleibende Linien-batterien bei den Divisionen angenommen sind, so würde eSauch nicht ausführbar seyn, sie der Reserveartillerie oder denMunitivnskolonnen zu attaschiren. Dies würde sie zu sehr vonihrem Bataillone im Falle des Gebrauchs entfernen, wo oftjeder Augenblick benutzt werden muß, die Munition zu ergän-zen. Der Infanterie bliebe demnach überlassen, für den gutenv.Srevenitz Org.u. Takt. ll. 13