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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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denn wenn sich ein allgemeines Tiraillcurfeuer erst cnt-wickelt hat, stehen auch die Truppen nicht mehr weit ent-fernt/ die Momente werden immer kürzer; der Punkt desAngriffs muß bereits früher ausgemittelt seyn; weshalbsich nur die Aufstellung der Artillerie in den ersten Haupt-momenten dazu eignet/ den Angriffspunkt/ die Schwächeoder Stärke der feindlichen Stellung zu erspähen. Wirhaben schon einmal erwähnt: die Geschütze sind die Fühl-hörner des Feldherrn; mit ihnen fühlt man neben demcrstgedachten Zwecke dem Feinde auf den Zahn; denn sinddie Infanteriemassen bereits im Gefechte/ dann ist auchdie Krisis nicht mehr fern.

Wir berühren nicht die Dauer des Aufmarsches, nochdie Zeit, welche die Artillerie der Avantgarde sich imFeuer befindet, da hier mannigfaltige Umstände, Angriffedes Feindes, hartnäckiger Widerstand desselben u. s. w.,keine Berechnung der zu verschießenden Munition zulassen.Um aber die Avantgarde noch mehr zu verstärken, denAufmarsch und die Stellung des Armeekorps mehr zu ver-hüllen und die Front des Feindes mit noch mehr Pro-jektilen zu beunruhigen, lassen wir die reitende Batterieder Avantgarde von 3. nach 4. vorrücken und, gedecktvon Kavallerie, ein lebhaftes Feuer auf 1200 Schritt,d. i. auf mittlere Schußweite, eröffnen. Desgleichen eilt,so wie das Korps anfängt sich aus einander zu ziehen, die7 pfündcr «Haubitzbatterie 7. mit aufgesessener Mannschaftvor, stellt sich in 5. auf und eröffnet auf 1800 Schrittein lebhaftes Bombcnfeuer. Diese Batterie ist von Ka-vallerie gedeckt, und wird in allen Fällen schnell von denInfanteriemassen aufgenommen werden können.

Wenn nun gleich eine specielle Berechnung des Mu«nitivnsbedarfcs nicht wohl möglich ist, so darf doch eineallgemeine Uebersicht nicht völlig Übergängen werden;denn nicht gleich ist das Zeitmaß für alle Batterien in