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und mit halben Batterien oder Zügen abschwenken. Mußdie Masse in Folge feindlicher Angriffe halten, um sichfür die Defensive in Stellung zu setzen, so wird die rei-tende Artillerie, gedeckt von Kavallerie, Gelegenheit findenhervorzubrechen, den Feind durch einige Kartätfchfchüsse inseinen Flanken aufhalten, der Masse Zeit verschaffen, anallen Orten Front zu machen, und der Fußartillerie abzu-protzen, wenn sie nach der Flanke marschirt wäre. Eswird nur einer einfachen Disposition bedürfen, aus der imPl. XVIII. 2. angegebenen Angriffsstellung bei ei-nem Mißlingen des Angriffs und überwiegenden feindlichenKräften in diese Massenstellung überzugehen.
Da es indeß oft darauf ankommt, mit einem Armee-korps einen Masscnangriff zu machen, gewaltsam einenTerrainabfchnitt zu besetzen, des Feindes Stellung zu durch-brechen, und hiedurch eine Entscheidung für das Ganzeherbeizuführen, so wollen wir die Aufstellung und den Ge-brauch der Artillerie auch bei dieser Gelegenheit in Be-tracht ziehen.
In Pl. XVIII. 4. bemerken wir zum erstenAngriffe zwei Jnfantericbrigadcn oder eine Division miteinem großen Intervalle in Bataillonsmassen nach derMitte in zwei Linien, in diesem die 12pfünder-, und aufjedem Flügel der Brigaden eine halbe Haubitzbrigade auf-gestellt. 200 Schritt hinter diesem ersten Angriffe folgenzwei andere Divisionen in Bataillonsmassen, nach derMitte ebenfalls mit einem großen Intervalle in zweiLinien, beide dicht an einander geschoben, wobei indeß dieerste den ersten Angriff in drei Bataillone dcbordirt, wel-ches gleichfalls bei der zweiten Linie, diesem eigentlichenzweiten Treffen, statt findet, indem die erste Linie vondrei Bataillonen dcbordirt wird. Hinter den Flügelndieses zweiten Treffens folgen die 6 Pfänder-Brigaden inBrigadckolonncn, und als Reserve oder drittes Treffendie 36 Schwadronen Kavallerie in drei Brigaden und