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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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zu offensiven Operationen sich eignen, und beides mit ein-ander verbinden.

Wir wollen nun im Plan XVIII. Figur. 3. eineMassenaufstellung unseres angenommenen Armeekorps mitseinen 96 Geschützen betrachten, welche Massenaufstellungsich sowohl zum Vertheidigen, als auch zum Angreifeneignet, einfach ist, den innern Verband der Regimenter,Brigaden und Divisionen nicht stört, in welcher die Ar-tillerie alle Seiten dieser Aufstellung vertheidigt und sichsowohl bei der Vertheidigung, als beim Angriffe, frei be-wegen kann.

Die sechs Jnfantericbrigaden des Armeekorps sind inso aufgestellt, daß zwei Bataillone in Front die Tötebilden und auf ihren Flügeln zwei andere in Massen for-mirt stehen, wobei wir die Füsilierbataillone eines jedenRegiments hier, wie immer, in der Mitte der Regimenteraufgestellt wissen möchten. Diese Füsilierbataillone sindentweder ganz in Tiraillcurs aufgelöst, oder haben nurdas dritte Glied zu diesem Behufe verwendet, und dieseTiraillcurs hauptsächlich auf die Ecken vorgeschoben Ü.In den Intervallen dieser Jnfantericbrigaden stehen in 6.die Fußartillerie-Brigaden. Dicfe Artillerie bestreicht, in-dem sie vorrückt, die ganze Front, und wird auch durcheine kleine Drehung einzelner Batterien die Ecken derMassenstellung bcstreichcn können. Auf den schmalen Sei-ten (oder Flanken) steht die reitende Batterie zu halbenBrigaden L>., die Kavallerie L. regimentcrwcise in Ko-lonnen nach der Mitte, mit zwei Schwadronen zur Basisund Zugdistancen, in zwei Linien. In der Front wirddiese Masse etwas über 1900 Schritt, in der Tiefe etwasüber 35,0 Schritt Raum einnehmen.

Nach allen Seiten kann sich diese Masse frei bewe-gen; vorwärts oder rückwärts wird die Artillerie diesesmit dem Laue thun, nach den Flanken aber aufprotzen,