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zu 300 Schritten vor. Clairac will die Fehler dieserRedans und die unvcrtheidigten Spitzen derselben ver-bessern, und bricht die Courtinen. Doch alle diese Erfin-dungen desselben geben keine pcrpendikulaire Defension,daher sich vor jedem ausspringendcn Winkel ein unbe-strichcner Raum befindet, welchem endlich Clairac durcheine Verschanzung mit Bollwerken abhelfen will. DerselbeIngenieur gab noch sägcförmige Schanzen (en Lrämsil-Isro) an. Andere wollten vor den Redans oder andernSchanzen noch vorliegende Werke haben, welche der Feindeinnehmen soll, bevor er an die Hauptvcrschanzung kommt,und man vermehrte zur Ungebühr die Ausdehnung derVcrschanzungcn, wohin auch noch wiederum zurückliegendeWerke gehörten, vermöge welcher man den Feind, wenner die Hauptvcrschanzung erstiegen, aus selbiger wiedervertreiben wollte. Touzai läßt aus dem Hauptgraben beiden Ecken noch besondere Gräben hinauslaufen, aus wel-chen die unbesirichenen Raume vor den Ecken der Re-douten bestrichen werden sollen. Montalcmbert hat ver-schiedene Werke entworfen. Er will die gewöhnlichen Rc-douten durch Holzbedeckungcn in den Gräben, durch einengedeckten Weg, und durch Palisaden verstärken, auch inden Redouten hölzerne Gänge angelegt wissen, in welchedie Mannschaft, nach Eroberung der Brustwehr, sich ziehenund vertheidigen soll.
Da die Redouten kein Flankenfcucr haben, so ver-fielen andere Ingenieure und zwar schon die ältesten dar-auf, Stcrnschanzen anzulegen. Der Marschall von Sach-sen hat Schanzen mit Bollwerken erfunden, aber nie prak-tisch angewendet.
Bei diesen oft aus recht künstlichen Linien und win-keln zusammengesetzten zusammenhangenden Verschanzungcn,welche nur kleine Oeffnungcn hatten, ward die sie verthei-digende Armee auf die reine Defensive geworfen; ihr fehlteTerrain zum Manövriren. Deshalb zogen andere Ingenieure