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seitwärts Tunkendorf und den Schanzen bei Bunzelwitzsehr gut maskirt war.
Wenn uns nun die Anwendung der Artillerie in ver-schanzten Stellungen hauptsächlich beschäftigt, so glaubenwir den Gebrauch der Artillerie in diesem Lager auch nochfür ähnliche Fälle bei jetziger Bildung der Armeen, undder veränderten Art der Kriegführung, anwendbar, undgeben im Pl. XIX. ein Bild des Terrains und der Ver-schanzungcn, und in der Tabelle b'. die Uebersicht der Auf-stellung der Artillerie').
Es befanden sich demnach hier 181 Geschütze inden Verschanzungcn aufgestellt, ohne die Regimentska-noncn, welche man, da die Armee aus 66 Bataillo.uen bestand, auf 132 Geschütze annehmen kann; denn nurwenige davon waren mit in den Verschanzungen verwen-det; die 6 Pfänder, meist schwere, waren aus Schweidnitzentnommen.
Die Benutzung des Terrains, die Anlage dieser Ver-schanzungcn, die Aufstellung der Artillerie, wird unterallen Formen der Armcebildung, bei allen Arten derKriegführung, immer belehrend bleiben, für ähnliche Lagenpassen, und zum lehrreichsten Studium der Anwendungder Artillerie dienen.
Wir haben in oben erwähnter Tabelle den Zweck, dieStärke und Lage der Batterien angegeben. Dem auf-merksamen Forscher wird diese Uebersicht zum Leitfadendienen, daher wir uns aller weitem Auseinandersetzungenenthalten.
Die Aufstellung der andern Waffen haben wir aufdem Plane nicht besonders gezeichnet, um diesen nicht zuüberfüllen. Sie waren nach Erfordernis! des Terrains von
l) Wir folgen hier dem sorgsamen Tielke, nach dessenBeiträgen zur Kriegskunst und Geschichte des Krieges von I75Kbis t763. Th. 3. Abschn. 2.
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