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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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begünstigen, oder im Unglücksfalle den Armeen Replue«punkte zur Deckung ihres Rückzuges über den Rhein vor-zubereiten *).

Wichtiger erscheint am Ende des Feldzuges 1796 dasverschanzte Lager bei Kehl, und wir folgen dem glorreichenVerfasser der Grundsätze der Strategie in der Beschreibungdesselben ^).

In dem Rheinthale am Ausflusse der Kinzig, Stras»bürg gegenüber, liegt Kehl in einer flachen und an einigenOrten sumpfigen Ebene. Der Rhein bildet hier zweigegen Strasburg ausgehende Bogen, den einen, indemsein Laus von dem Anenhainer Kopf bis unter den In»sein, die die Franzosen isls lls l's^scacle nannten, einewestliche, und sodann durch 1260 Klafter eine nördlicheRichtung annimmt, wo er sich an den andern anschließt,der in einer weit bedeutenderen Krümmung bis zum Aus-flusse der Kinzig fortgeht, und dessen Sehne 1200 Klafterbeträgt. Die Ufer des Rheins bestehen aus buschigtenAuen. (S. Pl. XX.)

Die Kinzig durchschneidet die vorwärts von Kehl lie-gende Gegend. Sie vereinigt sich mit der Schütter inder Entfernung von 350 Klaftern von dem Punkt, woder zweite Bogen des Rheins seinen Anfang nimmt, fließtsodann in der Länge von 250 Klaftern parallel mit diesemFlusse, wendet sich nach Norden, und ergießt sich in meh-rere Arme, dort wo der Rhein seine vorige Direktionwieder annimmt, unterhalb Auenhain in denselben.

Zwischen der Kinzig und dem Rhein lagen die Fe»stungswerke von Kehl in dem Raum, der sich innerhalbdes parallelen Laufes beider Flüsse befindet; diese dientenden Werken zur Stütze und Sicherung ihrer Flügel. Aberauch in der Front war Kehl nicht weniger stark.

t) Grundsätze der Strategie. Thl. 2 . S. 8.2) A. a. O- Thl. N. Abschn. 16.