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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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234
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2.34

seiner Vertheidigung nicht ganz erreicht worden, wennsich die Franzosen auf die bloße Behauptung der Festungbeschrankt hätten. Der enge Raum, in dem sie sich dabei »einschließen mußten, die wenige Ausdehnung des iLronvcl'atta^ue würden weder die Placirung eines zahlreichen Ge-schützes, noch die Formirung und Entwickelung der Truppenzu kräftigen Ausfällen erlaubt haben. Die Möglichkeit fieldann weg, überlegene Mittel in Anwendung zu bringen;die Oestreichs hingegen erhielten die freie Disposition einesgroßen Theils ihrer Kräfte, und die Wahrscheinlichkeiteiner baldigen Eroberung ohne viele Aufopferungen.

Die Franzosen sahen sich genöthigt, ihrer Vertheidi-gung eine größere Ausdehnung zu geben. In dieser Ab-sicht verschanzten sie die ganze Sehne des Bogens, wel-chen der Rhein von dem großen Kchlkopfe an bis zu derFestung bildet. Der rechte Flügel dieser Verschanzungcnlehnte sich an den Strom und an die besetzte, durchTrcnschecn und kleine Werke vertheidigte, Insel des großenKchlkopfcs (K.). An dem Rhcine selbst bildete das soge-nannte Durlachcr Piquct (i.) den Flügel, das vorliegendeTerrain, durch mehrere sumpfigte und kleine Arme durch-schnitten, war blos mit Laufgraben, Aufwürfen und einemvorpoussirtcn Werke, in Form eines Schwalbenschwanzes,versehen (k.), an dem Flusse hingegen ein großes Horn-werk aufgeworfen (i.), welches durch eine fliegendeBrücke mit dem jenseitigen Ufer in Verbindung stand (I.).

Links von diesem Werke lag eine neuneckige mit Palisadenund Glacis erbaute Rcdoutc (m.), um die Brücke übereinen unbedeutenden Arm zu decken, der das Hornwcrkvon dem Innern des verschanzten Lagers trennte. ,

Von den Vorwerken des Durlachcr Piquets an liefendie Verschanzungcn in einer fast geraden geschlossenen Linie,mit ein- und ausgehenden Winkeln und Batterien ver-sehen, bis auf ungefähr 200 Klafter von dem Dorfe ,

Kehl (n. n. n.), wo eine starke mit Wolfsgruben und