schnell genug Verstärkungen an sich ziehen konnten, umgroße Lruppenmaffen zu überraschenden Ausfallen zu ver-wenden und zu entwickeln.
Die einzige so prccarc Verbindung durch eine fliegendeBrücke auf dem äußersten rechten Flügel, und die zweiBrücken auf dem linken Flügel, nach deren Übersetzungsie durch die Festung difiliren und auf einem einzelnenPunkt dcbouschiren mußten, waren für den großen Zweckder Vertheidigung nicht hinreichend, und entsprachen demkräftigen Gebrauche der vorhandenen Mittel nicht. Kehlkonnte behauptet werden, wenn sich Morcau durch eineoder zwei mit festen Redouten als tels cls ponr ver-sehene, nach der Mitte des verschanzten Lagers geschlageneBrücken die Möglichkeit der fortwährenden Anwendungseiner überlegenen Kräfte verschaffte. Der Lauf des Rheins,dessen Krümmung die Beschießung seines Rinnsales so-wohl als seiner beiden Ufer in die Räume des verschanz-ten Lagers unmöglich machte, so lange dieses, so wie dasDurlachcr Piquet, nicht emportirt und Batterien an denUfern errichtet waren, hätte Sicherheit genug für solcheDrücken gewährt, und in Strasburg konnte es nicht anMitteln zu ihrer Erbauung fehlen.
Kehl war seit dem 9. Oktober jedoch nur mit wenigTruppen bcrennt, theils weil die Schwäche der Besatzungnicht mehr erforderte, theils weil die Ueberschwcmmungdie umliegende Gegend unzugänglich machte.
Desaixs Uebcrgang bei Breisach und sein Marsch »achStrasburg, bewog den Erzherzog, das Blokadekorps bisauf 16 Bataillone und 17 Schwadronen zu vermehren.Neumühl, Aucnhain und Bottcrsweicr wurden verschanztund Suudheim barrikadirt. Am 30. Okt. traf der Erz-herzog selbst mit einem Theile der Armee ein, der Restkam am 3. Nov. an, au welchem Tage sich 42 Batailloneund 44 Schwadronen (29,000 Mann Infanterie, 5900Pferde) vereinigt vor Kehl befanden. Mit diesen Truppen,