240
gel der feindlichen Contrevallationslinie vor, welche dieSchütter mit dem Rheinc verband. Es gelang den Fran-zosen vier Schanzen dieser und 2 Redouten der zweitenLinie zu nehmen, während vier andere Schanzen allen An-griffen widerstanden ')-
Der Erzherzog hatte wegen der Schwache seiner Trup-pen befohlen, daß die Arbeiter nicht anders als mit Ge-wehren in die Trenscheen gehen sollten, und so eben rück-ten 6 abgelöste Bataillone in ihre Lager, als die Franzo-sen die angeführten Schanzen emportirten. Mit diesenTruppen und 4 andern Bataillonen, welche in Reservestanden, wurde der Feind angegriffen, und wieder zurück-geschlagen. Ein gleiches Schicksal traf die andere Ko-lonne. Die von dem rückwärtigen Lager herbcigeeiltenTruppen zwangen sie zum Rückzüge, eroberten die Verlor-nen Schanzen und befreieten die übrigen. Als Siegeszei-chen führten die Franzosen 6 Kanonen und 2 Haubitzenmit sich; das übrige Geschütz in den Schanzen wurde ver-nagelt. Außerdem kostete dieser Tag den Oestreichcrn15,56 Mann, worunter 741 Gefangene. Aber nicht min-der beträchtlich war der Verlust der Franzosen, welchender englische Oberst Crawford auf 2000 Mann setzt, dersich im Hauptquartiere des Erzherzogs befand, von dessenThätigkeit und Geistesgegenwart an diesem Tage man mitBewunderung spricht.
Wenn Moreau, anstatt erst von dem linken Ufer überdie Brücke zu marschiren, seine Truppen schon die Nachtvorher in dem verschanzten Lager gesammelt und aufge-stellt hätte, so konnte die Attaque sogleich mit ganzer
Macht
I) Um den Plan nicht zu sehr zu vergrößern, reicht der-selbe nicht bis zu der Contrevallationslinie und den Schanzender Oestreich», und weil nach noch kleinerem Maßstabe gezeich-nete Linien die Uebersicht des Plans gestört haben würden.