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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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Macht geschehen, soutenirt werden, und vermuthlich ge-lingen. Drangen die Franzosen bis zum Rappenhofe, zer-störten sie dort die mit Mühe und durch Entblößung derFestungen zusammengebrachten Erfordernisse zur Belage-rung, so mußte diese aufgehoben werden. Besetzten sie dieGegend zwischen dem Rheine und der Schütter, behaupte-ten sie sich in derselben, warfen sie die Brücken über die-sen Bach und die Kinzig ab, so trennten sie die östrei-chische Stellung. Es wäre eine gewonnene Schlacht vongroßen Resultaten gewesen, wenn Moreau sie benutzte,schleunigst alle seine Truppen an sich zog, die getrenntenFeinde mit vereinigter Macht anfiel, und sich dadurchneuerdings den Weg an den Neckar bahnte. Der Nebel,welcher den Angriff der Franzosen begünstigte, war ihnenin der Folge schädlich, da sie weder das Terrain, noch dieGegenanstalten und Bewegungen der Ocstreicher übersahen.Das Debouschiren in einer Kolonne hinderte sie in derschnellen Entwickelung und Verwendung ihrer Truppen.

Am 28. November eröffneten die Batterien der Oest-reichs ihr Feuer; das Dorf Kehl ward bis an das Post-haus durch zwei Bataillone gereinigt und besetzt; die Oest-reicher behaupteten sich darin, und verlängerten in derNacht vom 29. die erste Parallele auf dem linken Uferder Schütter. Das Feuer der Angreifenden hatte zufälligam 28. eines der Schiffe in Gründ gebohrt, welche beider großen Brücke die Stelle der abgängigen Joche ersetz-ten. Die Franzosen konnten sie während der ganzen Be-lagerung nicht mehr zu Stande bringen.

Vom 29. November bis 5. Dezember griffen dieOestreichs den kleinen Kehlkopf an, und eroberten am5. Dezember ebenfalls den großen Kehlkopf und denSchwalbenschwanz vor dem Durlachcr Piket. Auf derInsel wurden Batterien etablirt, und diese, nebst demSchwalbenschwänze, mit dem linken Flügel der ersten Pa-rallele verbunden. Eine zweite Parallele auf dem rechtenv. Grevenitz Org. u. Takt. ll. 16