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Graben der Verschanzung, den sie als Parallele benutzten.Sie ctablirtcn Batterien gegen die Festung und gegen dasDurlacher Piquet, und verlängerten diese neue Parallelebis an die Schütter.
In der Nacht vom 1. zum 2. Januar stürmten dieOestreichs alle vorwärts des Hornwerkes am DurlacherPiquet befindlichen kleinen Werke; die Kühnsten drangenbis in das Hornwerk selbst, und kamen bis an das kleineReduit, das die fliegende Brücke deckte («.), allein Ge-neral le Courbe, der darin kommandirte, schickte das Schiffzurück, sammelte seine Truppen, und warf die Oestreichsaus dem Hornwerke heraus. Die vorliegende Flesche bliebim Besitz der Oestreichs, die sich sogleich darin festsetztenund Geschütze einführten.
Am 5. Januar ward aus den Trenscheen mit denSappen vorgegangen, und in der Nacht vom 5. auf den 6.besetzten die Oestreichs das Durlacher Piquet. GeneralSt. Cyr, der damals in Kehl kommandirte, befahl, dasHornwerk und die neben demselben liegende Lünette zuverlassen, weil es ohne Verbindung mit Kehl von keinemgroßen Nutzen war, und nicht mehr länger gehalten wer-den konnte.
In der nämlichen Nacht erstiegen drei östreichischeBataillone im Sturm alle Werke, welche die zweite Liniedes verschanzten Lagers bildeten, und dessen Kommunikationmit der Festung deckten. Sie drangen bis an die Kirch-hofsredoute und zu den Eingängen in den bedeckten Wegdes Hornwerks von Kehl, wo sie sich so lange behaupteten,bis die Logcments in den eroberten Werken des Lagers zuStande kamen. Der Verlust war beträchtlich, weil sieeinen Angriff von sechs feindlichen Bataillonen und dasFeuer aller Batterien der Festung auszustehen hatten.
Mit der Wegnahme des verschanzten Lagers, welches47 Tage nach Eröffnung der Trenscheen Widerstand leistete,sahen sich die Oestreichs nunmehr am Ziele, die Brücken
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