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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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271
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wagen den schicklichsten Platz finden. In der Regel wirdder Stall hinter der Fahrzcugslinic aufgeschlagen, undErfahrung spricht dafür, daß dieses Stallauf» und Ab»schlagen keinen Aufenthalt macht, und in einigen Minutenalles marschfertig seyn kann. Sehr oft tritt der Fall ein,besonders in gebirgigen Terrainabsthnitten, daß, wenn dieArtillerie seitwärts den Straßen Marschquartiere bezieht,man die Geschütze und Fahrzeuge auf einem schicklichenPlatz an der Straße auffahren und stehen läßt. .In die.scm Falle, wenn es durchaus nicht möglich, die Fahr»zeuge mit nach dem Marschquartier zu nehmen, müssen,wie zwar immer nach jedem Marsch geschehen muß, dieFahrzeuge genau nachgesehen werden, um die nöthigenVerfügungen, wegen deren Herstellung, treffen zu können.Pflege und Wartung der Pferde, Kenntniß derselben kön-nen wir nicht zum Felddienst der Artillerie rechnen, wel»chcs sich »och aus den frühern Zeiten herschreibt, wo dieArtillerie im Frieden noch keine Bespannung hatte; jetzoaber lernt sie schon im Frieden diesen Haupttheil kennen.

Nach diesen allgemeinen Ansichten über den Fclddicnstder Artillerie glauben wir den vorliegenden Gegenstand, Or-ganisation und Taktik der Artillerie erschöpft zu haben.Zum Schlüsse noch einige Worte über die reitende, oder,wie wir sie lieber - genannt wissen möchten, beritteneArtillerie, über welche in den neuesten Zeiten so mancheAnsicht zu Tage gefördert worden ist. Wir haben ihrüberall ihren Platz bei der Reiterei angewiesen, nirgendswollen wir sie an die Bewegungen des Fußvolks gefes-selt sehen, wohl aber muß ihr Erscheinen auf entschei-denden Punkten imponirend seyn, welches sie, vermöge derSchnelligkeit ihrer Bewegungen, durch einen zweckmäßiggedeckten Aufmarsch in Feuerlinie, außerhalb der wirk- -samstcn Schußweite, erreichen wird.

Wenn wir der reitenden Artillerie zunächst ihrenFeuer-Wirkungskreis mit der Kavallerie angewiesen haben,