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Beiträge zur Insektenfauna Oeningens : eine im Jahre 1861 von der Holländischen Societät der Wissenschaften zu Harlem mit der Goldnen Medaille gekrönte Preisschrift / von Dr. O. Heer
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rechnen wir dazu die schon früher von Oeningen beschriebenen 8 ArtenMistkäfer, erhalten wir 30 species. Sie gehören zu den Gattungen:Oxytelus, Staphylinus, Ilister, Geotrupes, Coprologus, Gymnopleurus,Copris, Onthophagus, Oniticellus und Aphodius. Die Arten der 7 lezt-genannten Gattungen lebten nach Analogie der jetzigen Arten, im Larvenund ausgewachsenen Zustande, im Mist und vom Mist, wogegen die Oxy-telen, Staphylinen und Hister-Arten im Mist sich aufhalten, um diedaselbst lebenden Larven aufzusuchen und zu verzehren. Diese sämmt-lichen Mistkäfer leben nur im Miste der Säugethiere, wo wir sie findenkönnen wir daher mit Sicherheit auf Säugethiere schliessen. Die grosseZahl solcher Thiere in Oeningen setzt demnach eine reiche Säugethier-fauna voraus, eine viel reichere als bis jetzt von da bekannt geworden istund kündigt uns auch Gattungen an die bis jetzt noch nicht in diesenGegenden gefunden worden sind. Die dem Geotrupes Germari undOniticellus amplicollis zunächst verwandten lebenden Thiere finden sichausschliesslich im Pferdedünger und rechtfertigen die Vermuthung, dassauch pferdeartige Thiere im Oeningerwalde gelebt haben, vielleicht dasHippotherium gracile Kaup. Die Copris Druidum, die Gymnopleuren undOnthophagen lassen vermuthen, dass auch die Gattung Bos in Oeningengelebt habe, obwol sie im Tertiärlande noch nicht aufgefunden wordenist. Jedenfalls haben diese Thiere im Miste kräuterfressender, wieder-kauender Thiere gelebt, von denen bis jetzt in Oeningen erst eine einzigeArt (Palaeomeryx eminens Mev.) entdeckt worden ist. Es ist höchstunwahrscheinlich, dass der Dünger dieser einzigen Art einer so reichenund mannigfaltigen Mistkäferfauna zur Nahrung gedient habe.

Wahrscheinlich sind diese Säugethiere aus dem Oeningerwalde anden See zur Tränke gekommen; am Ufer fanden daher die zahlreichenMistkäfer im Abfalle dieser Thiere reichliche Nahrung. Hier legten sieihre Eier ab und entwickelten sich ihre Larven; dass diese in grosserMenge einstens vorhanden gewesen seien, beweisen die zahlreichen His-ter-Arten , welche sich einfanden, um aus ihnen ihre Nahrung zu be-ziehen. Viele dieser Mistkäferchen, welche wohl besonders zur Abend-zeit ihre schmutzige Umgebung verliessen und in die Luft sich erhoben,