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Beiträge zur Insektenfauna Oeningens : eine im Jahre 1861 von der Holländischen Societät der Wissenschaften zu Harlem mit der Goldnen Medaille gekrönte Preisschrift / von Dr. O. Heer
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wurden in den See verschlagen und von seinem Schlamme verdeckt undgeben uns jetzt Kunde von dem einstigen Leben und Treiben dieserkleinen Thierwelt an den Ufern des stillen Sees von Oeningen, verkündenuns aber zugleich, dass die bisjetzt in Oeningen entdeckten Säugethiereuns erst ein schwaches Bild geben von der Säugethierfauna, welcheeinst den Oeningerwald belebt hat.

Auch eine Aaskäferart (Silpha tricostata) bestätiget dieses, denn siewar nicht selten und lebte sehr wahrscheinlich im Aase zu Grunde ge-gangener Säugethiere.

2°. Dass der Oeninger See sehr fischreich gewesen ist, geht aus denzahlreichen Arten hervor, welche da entdeckt worden sind. Wenn wiraber auch diese nicht hätten, würden uns diess die zahlreichen Was-serkäfer sagen , welche von der Fischbrut leben. Wir haben hier 24 Artenvon Oeningen abgebildet, von denen 19 Arten neu sind; rechnen wirdazu die 11 schon früher beschriebenen Arten, erhalten wir 30 Species.Noch auffallender ist aber die beträchtliche Grösse diesser Wasserkäfer.Der Ilydrophilus giganteus m. ist grösser als irgend ein jetzt lebenderWasserkäfer, ein wahres Riesenthier und zu diesem kommen noch weitere5 Arten grosser ächter Hydrophili, während die jetzige deutsche- undSchweizer-Fauna nur 2 solche beherbergt. Dieser kleine Lachen vonOeningen hatte mehr und grössere Hydrophili als jetzt aus ganz Europa bekannt sind; dazu kommt dass auch die Gattung Hydrous in grösserenund zahlreicheren Arten auftritt, als jetzt und dass überdiess unter denIlydrophiliden zwei eigenthiimliche erloschene Genera (Escheria undHydrophilopsis) erscheinen. Die Iiydrophiliden spielen in der tertiärenKäferfauna eine wichtigere Rolle als die Dytisciden, doch treten auchdiese gefrässigen Thiere in mehreren ansehnlichen Arten auf, die sicherunter der Fischbrut Oeningens ähnliche Verheerungen angerichtet haben,wie ihre Vettern in unseren Seen und Teichen.

Dass auch die niedlichen Gyriniden dem Oeningersee nicht gefehlthaben, geht aus den zwei ausgezeichneten neuen Arten (Dineutus insig-nis und D. longiventris) hervor, die auf demselben ohne Zweifel inmuntern Ringen umhertanzten.