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Beiträge zur Insektenfauna Oeningens : eine im Jahre 1861 von der Holländischen Societät der Wissenschaften zu Harlem mit der Goldnen Medaille gekrönte Preisschrift / von Dr. O. Heer
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Es zeigen uns diese Thiere, dass nicht nur auf dem Lande, sondernauch in dem kleinen Lachen von Oeningen ein ungemein reiches Lebensich entfaltet hatte.

3°. Zu der mannigfaltigen Baumvegetation Oeningens steht der Reichthuman Holzkäfern und die ansehnliche Grösse derselben in naher Beziehung,namentlich will ich auf die zahlreichen Trogositen und Buprestiden auf-merksam machen, welche auf den Tafeln III und VII abgebildet sind.Während wir aus Europa nur 2 Trogositen kennen, habe ich hier7 Arten aufgeführt und darunter mehrere ansehnliche ausgezeichneteArten. Sie haben sehr wahrscheinlich unter Baumrinden und im faulenHolze gelebt. Ebenso die Larven der Bupresten. Unter diesen zeichnensich besonders die Arten der Gattungen Capnodis, Perotis und Chalco-phora durch ihre Grösse aus.

Auch die Larven der Trichius-Arten lebten ohne Zweifel in faulemHolz und zwar in Laubholz,- die von Trichius lugubris wahrscheinlichim Holz der Eichen- die von Trichius aedilis im Holz von Prunus, dieausgewachsenen Thiere aber schwärmten um die Blüthen der Bäume.

Die grossen Nitidulen fanden sich wahrscheinlich an den Baumstäm-men ein, sich von ihrem austretenden Safte nährend.

4°. Während die genannten Thiere auf eine reiche BaumvegetationOeningens schliessen lassen, sagen uns die Gattungen Scaphidium,Scaphisoma und Oxyporus, dass auf den Bäumen und faulem Holzsich grosse Pilze angesiedelt hatten, wie in unsern Wäldern, denn nurin diesen leben obige Gattungen.

Der Glaphyrus antiquus kündigt distelartige Gewächse an und es kannhier an den Cypselites Naegelii, C. deletus und C. truncatus (Eloratertiaria Ilelvetiae II. pag. 3.) erinnert werden.

Der Dichirotrichus lividus gehört einer Gattung an, welche jetzt aus-schliesslich an Meeresküsten und in Salzboden lebt und so, in gleicherWeise wie die Salsolen und Krabben Oeningens, darauf hinweist, dassdamals in der Kähe noch Salzboden oder Salzlachen gewesen seien.

5°. Wie bei den Pflanzen finden wir auch bei den Insekten Oenin-gens eine Mischung von Typen, die jetzt in alle Welttheile zerstreut sind.