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Extractuni Aloes.
aus, und nachdem sie in Pulver verwandelt ist, bewahre sie ineinem wohlverschlossenen Glase.
Es sei von gelbbrauner Farbe, von trüber Lösung in Wasser.
Im Wesentlichen die bekannte und allgemein eingeführte Bereitungsmethode.
Die Aloe enthält zwei wesentlich durch ihre Löslichkeit in Wasser verschie-dene Substanzen: die eine ist in Wasser löslich, die andere in Wasser unlöslich.Der erstere Bestandtheil hat die Eigenschaften eines Extractes, der letztere nichtganz die eines Harzes. Der harzige Bestandtheil ist in reinem Wasser nichtmerkbar löslich, dagegen wird er darin schmierig und zähe. Er ist bedeutendlöslich in einer concentrii-ten Lösung des wässerigen Extractes, so dass, wennman zur Aloe nur das gleiche oder doppelte Gewicht Wasser bringt, das Ganzezu einer dunkelbraunen Lösung ohne alle Abscheidung des harzigen Bestand-theiles sich auflöst. Der harzige Bestandtheil ist in dem wässerigen um so lös-licher, je concentrirter und heisser die Lösung ist. Verdünnung und Abkühlungscheiden demnach um so mehr von dem harzigen Bestandtheil aus, je grösserbeide sind. Aloe löst sich in der vierfachen Menge kalten Wassers nicht mehrganz auf; es bleibt viel Harz ungelöst, aber etwas löst sich bei dieser Concen-tration noch auf. Dies ist der Grund, warum die Pharmacopoe eine sotutio inaqua turbida zulässt.
Während 4 Theile kaltes Wasser Harz zurücklassen, so lässt sich durch Er-hitzen die ganze Aloe bei diesem Verhältniss in Lösung bringen. Beim Ab-kühlen scheidet sich der harzige Bestandtheil als eine zähe zusammenhängendeSchicht auf dem Boden des Gefässes aus. Dieselbe Form nimmt sie auchdurch längeres Stehen in der kalten Flüssigkeit bei mittlerer Temperatur derLuft an. Man hat also die zwei Bereitungsmethoden: kalt auszuziehen undumrühren, oder vollkommen durch Kochen lösen und absetzen lassen. BeideMethoden sind gut und geben ein Extract von ganz gleichen Eigenschaften.Bei der kalten Behandlung kann eher ein Theil des wässerigen Extractes in demHarze umhüllt bleiben und verloren gehen. Es ist deshalb vortheilhafter, dieAloe mit dem vierfachen Gewichte Wasser aufzukochen, die heisse Lösung, umSpäne zurückzuhalten, zu eoliren, im Keller über Nacht absetzen zu lassenund die überstehende Flüssigkeit im Wasserbade einzudampfen.
Eine kalte Lösung der ganzen Aloe in wenig Wasser giebt mit kaltemWasser einen erst grünlichweissen Niederschlag, der sich ebenfalls auf demBoden fest zusammensetzt.
Das Aloeharz hat ebenfalls drastische Eigenschaften. Es ist nicht rechtbekannt, warum man den wässerigen Bestandtheil rein darstellt. Das Aloeharzhat in seinem Verhalten zu Wasser grosse Aehnlichkeit mit dem Jalappcnharz.Bei der Jalappe werfen wir den wässerigen, bei der Aloe den harzigen Bestand-theil weg.
Dass die Abdampfung der Flüssigkeit bei einer so niedrigen Temperaturvon 52 — G0° R. (65 — 75° C.) vor sich gehen solle, findet bei diesem Körperinsbesondere gar keine Unterstützung, da er nichts Flüchtiges enthält. Im All-gemeinen siehe Extr. Absintbxi. Es ist nicht Vortheilhaft, die ganze Menge desExtractes sogleich zu pulvern und in diesem Zustande aufzubewahren. Sie backtziemlich leicht zusammen, und ist alsdann nicht ohne Gefahr für das Gefässwieder herauszunehmen. Man stellt das Extract in Form kreuzweise platt-gedrückter dünner Stangen dar, die sich im Augenblicke des Gebrauches, wel-cher immer die Hülle eines Mörsers erfordert, wegen ihrer Sprödigkeit leichtpulvern lassen, oder man pulvert diejenige Menge voraus, welche im Stand-gefässe der Apotheke vorräthig ist.
Gute Aloe giebt die Hälfte ihres Gewichtes an wässerigem Extract.