Extractum Aloes.
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Meugc Extract vor dem Zerfliessen zu bewahren, entsprechen soll, muss inlVasser unlöslich, sehr porös und locker sein, abgesehen davon, dasser selbst keine bemerkbaren Arzneikräfte besitzen soll. Bei einer Umschau nacheinem solchen Körper bot sich das Puivis lladicis Liquiritiae als sehr passendan. Es vereinigt alle erwähnten Eigenschaften in sich. Ein Versuch, das Extractmit einer solchen Menge dieses l’ulvers zu versetzen, dass das Gewicht destrockenen Extractes dem des feuchten gleich komme, führte zu keinem günstigenResultate. Zu 16 Gnu. Extractum Hyostyami wurden 3 Grin. Puivis RadicisLiquiritiae gesetzt. Die Masse wurde ganz flüssig beim Erwärmen, und nachdem Austrocknen sehr fest, adhärirend und schwer zu zerreiben. Es musstealso das nächste einfache Verhültniss von 1 zu 2 versucht werden. 1 TheilExtractum Hyosciami und 1 Theil Puivis Radicis Liquiritiae gaben, im Pillen-mörser stark geknetet, beinahe sogleich schon ein feuchtes klumpriges Pulver,was sich sehr leicht austrocknen lässt. Mit Wasser ausgezogene und dann ge-pulverte Wurzel der Liquiritia würde vielleicht noch kräftiger wirken, ist abernicht vorräthig.
Sowohl im Trockenschranke, im Sonnenschein, als auf dem Wasserbadetrocknet es ganz leicht. Es ist jedoch wünschenswerth, keine höhere Tempe-ratur anzuwenden, theils um nicht das Süssholzpulver zu sehr mit dem Extractezu tränken, wodurch die pulverige Consistenz verloren geht, theils um irgendjedem Verluste an arzneilicher Wirksamkeit vorzubeugen. Ich wende auch hierdie von mir schon mehrmal empfohlene Austrocknung im Chlorcalciumgrapen an.
Man vermengt das Extract mit der vorgeschriebenen Menge Süssholzpulverin einem genügend grossen, etwas flachen Porcellanmörser, den man vorher mitdem Pistill genau abgewogen hat, und setzt denselben in den Chlorcalciumgrapen,welchen man mit seinem Deckel bedeckt. Auf einem beigelegten Papier hatman das Gewicht des Mörsers mit Pistill und des Extractes, dann den Tag desEinsetzens bemerkt, um diese Zahlen nachher nicht lange suchen zu müssen.Diesen Zettel legt man mit in den Grapen. Kleinere Mengen trocknen in einerNacht, grössere in einigen Tagen, ohne im Geringsten ihr äusseres Ansehenzu ändern. Grössere Mengen zerdrückt man noch einigemal, um alle feuchtenStellen nach aussen zu bringen. Die trockene Masse lässt sich zu feinem Pulverzerreiben. Man ergänzt das Gewicht zum Doppelten des genommenen Extractes,was bei der bekannten Tara des Mörsers ganz leicht ist. Nachdem diese Pul-ver 8 Tage offen gestanden hatten, waren sie noch staubig.
Die Pharmacopoe lässt auf 1 Unze Extract zuerst nur 6 Drachmen Süss-holzpulver nehmen. Ich ziehe jedoch 1 Unze desselben vor, weil dann dasgeknetete Gemenge sich leichter vertheilen und trocknen lässt, und ein nach-heriger Zusatz in beiden Fällen nöthig ist. Diese Vorschrift gilt für die anderennarcotischen Extracte auch.
Extractum Aloes. Aloeertract.
Nimm: Aloe ein halbes Pfund.
Pulverisire sie und giesse darauf
zwei Pfund destillirte^ Wasser.
Stelle es achtundvierzig Stunden, unter öfterem Umrühren,kalt hin. Die durch Absetzen und Coliren gereinigte Flüssigkeitsoll im Wasserbade bei einer 52 — 60° K. (65 — 75° C.) nicht über-steigenden Wärme unter Heissigem Umrühren zur Pillenmasse ver-dampfen; nehme sie dann heraus, trockne sie bei gelinder Wärme