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Extractum Cinae aethereum.
eine Glasplatte auflegt. Nachdem die Ausziehung die vorgeschriebene Zeit ge-dauert, presst man aus. Wenn dies in leinenen Säcken und in der gewöhnlichenPresse geschieht, so ist der Verlust an Aether durch den reichlichen Zutritt vonLust sehr gross. Man kann deshalb das Auspressen in der Beindorff’schenDecoctenpresse (Fig. 43), wenn man im Besitz derselben ist, sehr zweckmässig
Fig. 43.
BeindorfTs Decoctenpresse.
vornehmen, und zur Aufnahme des Ausgepreßten ein Glas mit engem Halse,aber keine flache Schale unterstellen.
Die ausgepreßte Flüssigkeit filtrirt man in einem bedeckten Trichter un-mittelbar in das Destillationsgefäss, wozu am besten ein kurzhalsiger Kolben(Pharm. Technik 2. Aufl. 8. 186, Fig. 132) dient. Die Abdestillation des Aethersgeschieht im Wasserdampfbade sehr zweckmässig aus dem Trichter mit Dreh-klappe (Pharm. Technik 1. Aufl. 8. 58, Fig. 29) mit einer passenden Kühlvor-richtung (ebendaselbst 8. 73 und 74, Fig. 42 und 43; 2. Aufl. 8. 199, Fig. 150).Hat man einmal die Flüssigkeit in einer Porcellanschale, so ist es zweckmässig,die Destillation des Aethers und die Verdampfung der übrigen Flüssigkeit darinvorzunehmen. Dies kann leicht geschehen, wenn man im Beindorff’schenApparate eine Blase mit lösbarem Obertheil hat, wie sie den neueren Apparatenbeigegeben und in meiner Pharm. Technik 2. Aufl. 8. 04, Fig. 36 abgebildet ist.Man stellt die Porcellanschale in die leere Blase hinein, schliesst dieselbe mitdem Aussatz b (am eben angeführten Orte) und setzt darauf den Helm c. DasDeckelloch der Blase ist mit einem zinnernen Pfropf geschlossen. Durch Er-wärmen des Wassers in dem äussern Kessel kommt der Aether in’s Kochen,wird im Kühlfaß wieder verdichtet und an der gewöhnlichen Stelle gewonnen.
Die Verdampfung der im Kolben oder in der Blase zurückbleibenden Flüs-sigkeit soll loco lepido vorgenommen werden. Wenn hierbei die Temperatur zuniedrig bleibt, so behält das Extract einen starken Geruch nach Aether. Ueber-