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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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353
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Extractum Cinae aethereum. 353

5) Ferner 24 Unzen Wasser gaben ungefähr gleichviel Auszug, und dieseDrachme ganz schwarzes Extract.

Nr. 3, 4 und 5 wieder gelöst, gaben nur 3 Drachmen gutes Extract. Aus16 Unzen wurden also im Ganzen 12 Drachmen 50 Gran Extract erhalten.

Je später der Auszug gemacht wird, desto harziger ist er, und desto dunklerdas Extract. Selbst mehrmaliges Filtriren der Auszüge durch Papier hilft nichts.Daraus folgt denn ganz klar, dass man das Ausziehen nicht zu weit treiben soll,wenn man sogleich ein brauchbares Extract erhalten will; dagegen aber auch,dass der dritte, vierte und fünfte Auszug noch Extract enthalten, welches abereinmal wieder gelöst werden muss Das kalt bereitete Extract ist bei dünnererKonsistenz nicht so sehr dem Schimmeln unterworfen, als das gekochte. Esscheint, dass gerade der im Decoct sich absetzende Niederschlag die Veranlas-sung zur Schimmelbildung giebt.

Extractum Cinae aethereum.

Aetherisches Wurmsamenertract.

Nimm: Gepulverten Wurmsamen vier Unzen,giesse darauf

zwölf Unzen Aether.

Macerire in einem verschlossenen Gefässe bei öfterem Um-rühren drei Tage lang. Die Flüssigkeit giesse ab, den Rückstandpresse gut aus, und wiederhole die ganze Operation mit Aufgies-sung von

acht Unzen Aether.

Die gemischten Flüssigkeiten, die nach dem Abgiessen filtrirtwurden, sollen durch Abdestilliren des Aethers auf den viertenTheil vermindert werden und an einem lauwarmen Orte zur Syrup-dicke verdampfen.

Es soll in verschlossenen Gläsern aufbewahrt werden.

Es sei von dunkelgrüner Farbe, in Wasser nicht löslich.

Die verschiedenen Modificationen zur Bereitung dieses Extractes bestehennur in Anwendung zweckmässiger Apparate. Die Pharmacopoe nimmt mitRecht darauf keine Rücksicht, weil ihre Vorschrift auch für Jeden, welcher mitkeinen besonderen und nur sehr einfachen Apparaten versehen ist, anwendbarsein muss. Der Vortheil zweckmässiger Apparate besteht darin, dass man beieiner möglichst grossen Ausbeute an Arbeit und Substanz erspart. Es kannallerdings nicht gleichgültig sein, ob man für 8 Drachmen Extract, die aus4 Unzen Samen erhalten werden können, 12 Unzen Aether mehr oder wenigerverliert, vorausgesetzt, dass das Extract in ganz gleicher Güte erhalten werde.In diesem Sinne gehen wir von den unvollkommensten Apparaten zu den bes-seren über, und überlassen es einem Jeden, sich nach Meinung und Bedürfnissan diesen Fortschritten der Praxis zu betheiligen.

Die einfachste Art besteht darin, die Ausziehung und das Auspressen inverschiedenen Gefässen zu bewerkstelligen. Man bringt den Samen in ein weitesGlas, giesst den Aether darauf, und verschliesst die Oeffhung des Glases miteiner feuchten Thierblase, auf welche man, um Endosmose zu verhindern, noch

Mohr, Commentar. 23