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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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Ferro-Kali tartaricum.

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meinschaftliches haben, so lässt sieh mit Wenigem nicht viel sagen. SämmtlicheArbeiten gesammelt, würden einen artigen Band füllen. Die Bedeutung derGalle im Arzneischatze ist ebenfalls zu gering, um ihr deswegen grössere Auf-merksamkeit zu widmen.

Ferro - Kali tartaricum.

Weinsaures Eisen - Kali. Stahlkugeln.

Globuli Tartan ferruginosi seu martiati puherati.

Nimm: Eisenfeilicht einen Theil,

gepulverten rohen Weinstein vier Theile.

Sie sollen gemengt in einem irdenen Gefässe mit gemeinemWasser befeuchtet werden, dass eine breiartige Masse daraus ent-stehe, welche man unter öfterem Umrühren und unter mehrmali-gem Ersatz des verdampften Wassers so lange digerire, bis sieganz gleichartig und schwarz erscheint und ein Theilchen davonsich in Wasser mit dunkelgrüner Farbe löst. Stelle sie an einenmittelwarmen Ort hin und verreibe die getrocknete Masse zu einemgröblichen Pulver. Bewahre sie in einem gut verschlossenen Gefässe.

Es sei ein Pulver von graugrüner Farbe.

Man muss zu diesem Präparate eine ziemlich feine, gleichförmige Eisen-feile anwenden, weil die unaufgeschlossenen Stückchen in der Masse bleiben,und keine Lösung und Filtration vorgeschrieben ist. Man beschleunigt die Ar-beit bedeutend, wenn man das Gemenge unter Wasserzusatz einige Zeit langvollaufkocht. Dabei entwickelt sieh ein sehr stinkendes Wasserstoffgas in reich-licher Menge, und es bildet sich ein Oxydulsalz. Dieses nimmt während desAustrocknens noch mehr Sauerstoff auf, und dadurch entsteht erst die eigent-lich schwarzgrüne Farbe der Lösung. Die Salze des Eisenoxydes mit Pflan-zensäuren sind sämmtlich durch sehr dunkle Farbe ausgezeichnet; das essigsaureEisenoxyd ist dunkelbraunroth, das citronensaure dunkelgranatroth in schwarz,das Weinsäure schwarzgrün. Die vollständige Oxydation fordert sehr lange Zeitund das Präparat fährt im halbfertigen Zustande bei 8 bis 10 Pfund Substanzwohl mehrere Monate im Laboratorium herum. Im Uebrigen bietet die Berei-tung keine Schwierigkeit dar. Das Pulver ist niemals ganz löslich und brauchtes auch nicht zu sein.

Das Ferro-Kali tartaricum ist eines von jenen Dingen, deren Namen ich inder Vorrede als rauh, unlatcinisch und wenig bezeichnend betrachtet habe. Ichbin die Gründe zu diesem Ausspruche schuldig geblieben. Hier sind sie. DassWortfügungen, wie die vorliegenden, in den klassischen Schriftstellern des altenRoms nicht vorkommen, kann nicht als Einwand gelten, denn die wenigstenKunstausdrücke finden sich unter solcher Gewährleistung. Es fragt sich nur,ist die Fügung im Sinne der Sprache gemacht, und drückt sie das aus, was sieausdrücken soll? Man wird sich natürlich nach Beispielen umsehen und viel-leicht die Phrase Graeco-Romanus anführen. Gut. Dieses Wort bedeutet einenRömer mit griechischen Manieren, Sitten, Gewohnheiten, was die Franzosendurch h la grecqua ausdrücken würden. Es bedeutet nicht einen Griechen und