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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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Flores rosarum incarnatarum. Flores Sambuci.

beraubt. Sie werden unverletzt ins Wasser gebracht. Natürlich muss man sichim Monat Juni seinen Verrath für das ganze Jahr machen.

Polyandria Monogynia, Cl. XIII, Ord. 1.

Flores Rosarum incarnatarum. Rosenblumenblcitler.

Rosa ceniifolia Linn. Rosaceae.

Blassrothe Blumenblätter von sehr angenehmem Gerüche. Umdas Ilosenwasser zu bereiten, sollen die frischen Blumenblät-ter mit der Hälfte ihres Gewichtes an Kochsalz eingemachtwerden. Ein im Orient freiwillig wachsender Strauch, bei uns inden Gärten häufig gebaut.

Die Rose, die Königin der Blumen, allgemein die Centifolie genannt, wächstreichlich in den Gärten von Deutschland. Die Blumenblätter werden in vollerReife, wobei sie sich leicht von dem Kelche lösen, abgepflückt. Nur einen sehrkleinen Theil gebraucht man im getrockneten Zustande. Diese werden in vollerWärme des Tages gesammelt, auf dem Speicher locker aufgestreut und nachhernoch kurze Zeit im Trockenschranke nachgetrocknet, dann im vollkommentrockenen Zustande in blechernen Kasten oder Flaschen mit nicht zu weitenHälsen geborgen. Die Rosenblätter ziehen sehr leicht Feuchtigkeit an und ver-lieren ihren Geruch und ihre schöne Farbe. Sie vergilben und verderben als-dann bald vollständig. Gut getrocknet und so eingebracht, halten sie sich meh-rere Jahre lang. Sie werden zu Infusionen gebraucht.

Auch die rothe oder Damascener Rose wird in derselben Art eingesammeltund zubereitet. In blechernen Kasten habe ich von denselben 4 Jahre lang be-wahrt, welche noch vollkommen ihre hochrothe Farbe und angenehmen Geruchbesitzen. Sie sind leichter aufzubewahren als die Blätter der Centifolie.

Die grösste Menge der Rosenblätter wird zur Bereitung des Rosenwasserseingesalzen. Man drückt die Rosen mit der vorgeschriebenen Menge von Koch-salz fest in einen steinernen Topf, so dass der Raum vollständig ausgefüllt wird.Das Kochsalz zerfliesst mit dem Wasser der Rosenblätter zu einer concentrirtenLösung, welche zwischen den Blättern steckt. Die Entziehung des Wassersschützt gegen Entmischung, welche sonst unvermeidlich immer eintritt. Ausdemselben Grunde lässt sich trockenes Chlorcalcium in noch kleineren Mengenzu demselben Zwecke anwenden. Den Topf schützt man gegen zu freien Zu-tritt von Luft durch einen passenden Deckel von Zink. Wenn die Salzlake sichzu sehr durch Wasseranziehen verdünnt, so schützt sie ebenfalls nicht mehrgegen Zersetzung. Die Rose gehört zur Icosandria Polygynia, Cl. XII. Ord. 3.

Flores Sambuci. Fliederblumen. Hollundcrblumen.

Sambucus nigra Linn. Sambucinae.

Blühende Afterdolden, mit über dem Fruchtknoten stehendeneinblätterigen, fünf lappigen, radfömigen, weisslichgelben Blnmen-kronen, einem sehr kleinen fünfgezahnten Kelche, eigenthümlichem