Herba Aconiti.
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theilig» die oberen fiedertheilig, mit den äussersten Lappen lanzett-förmig und nach vorn breiter, die obersten ungetheilt, alle aberauf beiden Seiten, besonders unterhalb seidenartig-filzig. Die zusam-mengesetzten Blüthen überhängend, fast kugelförmig, mit filzigen-äusseren, fast nackten häutigen inneren Schuppen der Blüthenhülle,einem halb kugelförmigen behaarten Fruchtboden, gelblichen klei-nen Blumenkronen. Der Geschmack ist sehr bitter, der Geruchgewürzhaft, durchdringend. Die ausdauernde Pflanze wohnt aufSchutt und an Zäunen in Deutschland, sie ist zu sammeln in denMonaten Juli und August. Sie soll von den dickeren Stengelngereinigt aufbewahrt werden.
Es ist am zweckmässigsten, gleich nach der Einsammlung und Trocknungdes Krautes alle anderen Präparate aus demselben zu machen, namentlich dasExtract, theils weil das Kraut seine medicinischen Eigenschaften zu dieser Zeitim höchsten Grade besitzt, theils auch, weil man kleinere Mengen in kleinerenGefässen sorgfältiger aufbewahren kann. Das Kraut wird im Trockenofen,nach der Speichertrocknung, kurze Zeit gelassen und dann geschnitten in ble-ckemen Kasten aufbewahrt.
Die wichtigsten Bestandtheile des Wermuthkrautes sind ein harziger Bitter-stoff und eine ziemlich bedeutende Menge eines ätherischen Oeles, welchem dereigenthümliche Geruch des Krautes zukommt.
Zwenger*) hat in dem Wermuth eine eigenthümliche organische Säure,die Wermuthsäure, entdeckt. Man fällt ein Decoct des Krautes mit Bleizuckerand sättigt mit Ammoniak, so dass noch eine schwachsaure Reaction bleibt.Den flockigen Niederschlag zersetzt man mit Schwefelwasserstoffgas. Die filtrirteFlüssigkeit schlägt man noch einmal mit Bleizucker nieder und behandelt denNiederschlag ebenfalls wieder mit Schwefelwasserstoffgas. Das Filtrat wird zurSyrupsconsistenz gebracht und mit warmem Aether ausgezogen. Den Aetherdestillirt man ab und behandelt den Rest mit Wasser. Durch dieses wird dasWermuthbitter als eine harzige Substanz zurückgelassen. Das Wasser lässtnach dem Verdampfen nur sehr unreine Krystalle gewinnen, welche theils durchSublimation, theils durch Salpetersäure gereinigt werden.
Syngenma Superßua , Cl. XIX. Ord. 2.
Herba Aconiti. Eiserchütleinkraul.
Aconitum Neomontanum Willdenow. Aconitum Stoerckeanum Reiche,n-bach. Aconitum Cammarum Jdaynei. Ranunculaceae-Aconiteae.
Das blühende Kraut. Der Stiel ist oben häufig bis zu denBlumen behaart. Die Blätter sind fast gefingert, fünftheilig, dieersten Lappen keilförmig, eingeschnitten fiedertheilig, die letztenspitz, mit ganz glatter glänzender Oberfläche. Die blauen Blumen,
*) Annalen der Pharmacie 48, 122.