446 Herba Lycopodii clavati. — Herba Marrubii.
länglich-lanzettförmigen, spitzen, gesägten Blättern, kleinen trau-bigen Blumen, ausgegebenem Kelche, blauen, fast lippenförmigenBlumenkronen, von anfangs schwachem, nachher scharfem Gerüche.Eine einjährige Pflanze des nördlichen Amerika, die bei uns inGärten gebaut wird.
Das Kraut der Lobetia inflata kommt zerschnitten, in halbpfündige Packetcfest eingedrückt, im Handel vor. Man kann dadurch die naturhistorische Be-schreibung dieser Pflanze weniger mit derselben vergleichen. Die Pharmacopoehat eine Tinctur von dieser Pflanze. Dieselbe enthält einen kratzenden, imhöchsten Grade die Respirationsorgane angreifenden Stoff. Das Kraut wird imAufguss angewendet.
Pentandria Monogynia , Cl. V. Ord 1.
Herba Lycopodii. Barlappkraut.
Lycopodium cUivatum Linn. Filices.
Lange, kriechende, überall mit festansitzenden, linienförmigen,an der Spitze borstentragenden Blättern versehene Stengel. Einin öden Waldgegenden des nördlichen Deutschlands häufiges Farn-kraut. Das Kraut ist in den Monaten Mai und Juni zu sammeln.
Ich habe noch von Niemandem erfahren können, wozu dieser neu einge-führte Körper in der Heilkunst nutzbar wäre. Oeconomen versicherten, mankönne ihn als Pferdestreu gebrauchen.
Herba Marrubii. Weißer Andorn.
Marruüium mdgare Linn. Labiutae.
Das blühende Kraut, mit vierkantigem, dicht filzigem Stengel,mit gegenständigen, den unteren gestielten, den oberen fast sitzenden,ovalen und fast runden, gekerbten, mehr oder minder filzigenweissen Blättern, Blumen in unächten Quirlen stehend, zehnzälinigenKelchen und an der Spitze zurückgeschlagenen Zähnen. Eine inDeutschland an Zäunen und Dörfern häufige Pflanze, deren Krautin den Monaten Juli und August eingesammelt werden soll.
Der weisse Andorn ist gerade keine in Deutschland sehr häufige Pflanzeund wird behufs seiner pharmaceutischen Anwendung angebaut. Er soll schonmit der BaUota nigra verwechselt worden sein. Diese Blätter sind aber wederrund noch weissfilzig, und riechen frisch höchst widrig. Der weisse Andornbesitzt eine bedeutende Bitterkeit, vielleicht die stärkste unter allen Labiaten.Er wurde sonst zur Bereitung eines Extractes verwendet.
Didynamia Gymnospermia , Cl. XIV. Ord. 1.