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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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260
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260 Sapo terebinthinatus. Sapo viridis. Scamroonium Halepense.

wird sie geschabt, zu Pulver gestossen und in gut verschlossenen Gefässen auf-bewahrt.

Da sieh die Seile, wenn sie so bereitet worden ist, sehr gut und lange hält,so ist es passend, wenn man einmal die Arbeit unternimmt, auch eine ansehn-liche Menge davon zu bereiten, indem die Mühe dieselbe ist, die Verluste beiden einzelnen Operationen aber ungleich geringer sind, als wenn man mit klei-nen Mengen arbeitet. Ganz in derselben Weise bereitet man auch die Butter-seile, welche oben zur Darstellung des Opodeldocs empfohlen worden ist.

Die medicinische Seile stellt gestossen ein weisses, staubendes Pulver vouschwachem Geschmacke und eigenthümlichem mildem Gerüche dar. Sie muss inWeingeist vollständig löslich sein. Sie darf nicht entfernt einen ranzigen Ge-ruch haben, den sie jedesmal annimmt, wenn unverbundenes Fett darin enthal-ten ist.

Ueber die Theorie der Seifenbildung ist oben (I, 328) gehandelt worden.

Sapo terebinthinatus. TerpentHinfeife.

Baisamum vitae extemum.

Nimm: Gepulverte weisse spanische Seife,Terpentkinöl, von jedem ein Pfund,gereinigtes kohlensaures Kali zwei Unzen.Mische sie genau, dass es eine salbenartige, weisse, mit der Zeitgelb werdende Masse werde.

Die Bereitung bietet keine Schwierigkeiten dar. Eine nur aus Terpen-thinöl, Terpenthin und kohlensaurem Kali bereitete Seife, welche den KamenSapo Starkeyanus führte, darf nicht damit verwechselt werden. Die vorliegendeFormel enthält noch Oelseile.

Sapo viridis. Grüne Seife. Schmierseife.

Gegenstand der Haushaltung. Sie wird aus Aetzkali und verschiedenenOelen, jetzt besonders aus Südseethran bereitet. Sie dient zu Krätzesalben undmuss deshalb vorräthig sein. Viel Schmierseife wird jetzt aus Oleinsäure undAetznatrou bereitet. Sie ist etwas eonsistenter als die gewöhnliche Seile undlast geruchlos.

Scammonium Halepense. Aleppifchcs Scammonium.

Concolculus Scammoiüa Litm. Convolctdaceae.

hin Gummiharz in aschgrauen, leichten, undurchsichtigen, rau-hen. auf dem Bruche etwas glänzenden, trockenen, nicht fetten Stü-cken. von scharfem Geschmacke, in Wasser ist es zum Theil miteiner trüben grünlichen Lösung, in höchst rectificirtem Weingeistzum Theil mit klarer Lösung löslieh. Es ist der an der Luft ver-