Semeu Anisi stellati.
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unter dem Namen Brgotin empfohlen. Er zieht erst mit kaltem Aether aus, um dasfette Oel zu entfernen, dann den Rückstand wiederholt mit kochendem Alkohol,und dampft die weingeistigen Auszüge, nach Abdestillation des Alkohols, zurbröckliehen Beschaffenheit ein. Von 3 Unzen Mutterkorn wurden 13% Gran er-halten. Dieses Ergotin ist niemals zur Anwendung gekommen; dagegen tauchteein neues Präparat mit demselben Namen auf, welches aber auf eine ganz andereWeise dargestellt wurde. Unter dem jetzt in den Apotheken als Ergotin befind-lichen Präparate versteht man allgemein ein mit kaltem Wasser bereitetes Extract.Es führt auch den Namen Extractum haemostaticum Bonjean und wird zurStillung von Blutflüssen verwendet. Man darf also diese beiden Ergotine, vondenen das von Wiggers niemals in den Apotheken vorhanden war, nicht ver-wechseln, und muss auch im Sinne behalten, dass das von Bon je an vorge-schlagene nur zur Stillung von Blutflüssen und nicht wegen seiner wehenbeför-dernden Eigenschaft empfohlen wird Das Ergotin der jetzigen Pharmaceutenwird meistens durch blosse Eindampfung des kalten wässerigen Auszuges berei-tet. Allein es sind alsdann noch schleimige unwirksame Bestandtheile darin,welche durch einen entsprechenden Zusatz von Weingeist gefällt werden müssen,was bei den von den Droguisten angebotenen der grösseren Ausbeute wegennicht geschehen ist. Man hat also den kalten wässerigen Auszug erst einzudam-pfen, dann nach Art der narcotischen Extracte mit Weingeist zu fällen und dasFiltrat ferner einzudampfen. Das richtig bereitete Ergotin ist also zugleich inWeingeist und Wasser löslich, dagegen das ohne Fällung mit Weingeist bereitetedie schleimigen Substanzen durch Weingeist ungelöst zurücklässt.
Eine fernere Verbesserung dürfte darin bestehen, dass man das zu diesenZwecken anzuwendende Mutterkorn erst mit Aether extrahirte Doch hierüberbestehen keine Versuche; eben so wenig darüber, ob man das als wehenbefor-derndes Mittel zu gebrauchende Seeale cornutum nicht zuerst mit Aether erschö-pfen solle. Dies muss späteren Versuchen anheim gegeben werden.
Viel Unsicherheit ist dadurch entstanden, dass diejenigen, welche ein neuesPräparat vorschlugen, häufig die durch gar nichts unterstützte Behauptung hin-zufügten, dass darin die Wirksamkeit des Mittels ausschliesslich liege, und dassnun solche leere und verderbliche Aeusserungen als durch Versuche begründeteErfahrungen weiter getragen wurden. So findet sich in Herberger’s undWinkler’s Jahrbuch, 1842 , 8. 378, die Bemerkung, dass das in Spiritus lös-liche Ergotin das wirksame Plauptagens des Mutterkornes zu sein scheine,und es sei deshalb eine Tinctur davon mit Vortheil anzuwenden. Allerdingsist der Schluss ganz richtig, wenn die Prämisse richtig ist; da jedoch durchhundertjährige Erfahrung bekannt ist, dass die wirksamen Stoffe des Mutter-korns in einem wässerigen Infusum vorhanden sind, so muss der doch ein son-derbarer Heiliger sein, dem solche klare und sichere Erfahrungen nichts »zusein scheinen.«
Das Mutterkorn und das daraus bereitete Ergotin enthält Schwammzueker,welches der geistigen Gährung fähig ist. (Archiv d. Pharm. 75, 135.)
Semen Anisi stellati. Sternanis.
Illiokmi anisatuni Linn. Magnoliaceae.
Sechs bis acht im Kreise stehende, etwas zusammengedrückte'Kapseln (Einzelfrüchte), aussen nützlich, innen glatt, graubraun,einfächerig, am oberen Rande aufspringend, einzelne, zusammen-