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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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Erklärung der Tafel für das pharmaceutischeLaboratorium.

Die am Ende angehängte Tafel, von der jedem Abdruck des Commentarszwei Exemplare beigegeben sind, wovon das eine bestimmt ist, auf Tappe ausge-zogen im Laboratorium aufgehängt zu werden, hat den Zweck, die wichtigstenThatsachen bei der Defectur beständig vor Augen zu führen. Es wird dadurchein zweites Exemplar der Pharmacopoe fast entbehrlich gemacht, und das zeit-raubende Aufschlagen erspart. Diese Tafel besteht aus fünf kleineren Abthei-lungen. Die erste Abtheilung enthält die üblichen Formeln der Pharmacopoe,die zweite die stöchiometrische Zusammensetzung der chemisch-pharmaceutischenKörper, die dritte ist ein Abdruck der Schacht'sehen Tafel der specif. Ge-wichte, welche im 67. Bande des Archivs der Pharmacie 8. 169 mitgetheilt ist.Die vierte und fünfte betreffen das specif. Gewicht des Weingeistes und dieThermometerscalen.

Abtheilung I.

In diese sind bloss die Hauptthatsachen, welche die Pharmacopoe durchgrösseren Druck hervorgehoben hat, aufgenommen. Die Namen sind pharma-ceutisch abgekürzt, die Gewichte mit Zeichen und Zahlen angegeben. So z. B.findet der, welcher Pfefferminzwasser bereiten will, die Angabe Hb. 1, dest. 7.Dieses ist genügend, um ihm anzudeuten, dass aus 1 Pfund Pfefferminze 7 PfundPfefferminzwasser durch Destillation bereitet werden sollen. Die Ordnung istdie alphabetische, rss. bei Spir. Vini bedeutet rectificatissimus , und r. allein be-deutet reclificalus Wasser ist durch Aq. bezeichnet. Aq. c. bedeutet Aquacommunü, und Aq. d. Aqua destiUata. Die eigentlich chemischen Präparate, beidenen die einzelnen Arbeiten die Hauptsache sind, wurden, um nicht zu Feh-lern Veranlassung zu geben, absichtlich weggelassen.

Abtheilung II.

Diese Abtheilung umfasst alle chemischen Körper, welche bei der pharma-ceutischen Defectur vorkommen, und giebt neben ihren Namen die Formel unddas Atomgewicht, den Wasserstoff ,1 genommen, an. Die Ausstellung istsystematisch. Es ist die von L. Grüelins Handbuch. Sie hat den Vorzugeines Registers, ohne dessen Unannehmlichkeit zu haben, dass, wenn man vonden vielen Namen desselben Stoffes nicht den richtigen sucht, man eben nichtsfindet. Die Reihenfolge ist nicht nach dem Alphabet, sondern nach der Naturder Elemente. Die einzelnen Elenifente sind numerirt und mit Zahlen versehen.Der Sauerstoff hat den Vortritt, dann folgen die nicht metallischen einfachenStoffe, sogenannte Metalloide, dann die Alkali- und Frdmetalle, zuletzt dieschweren Metalle. Jede Verbindung findet sich unter demjenigen Elemente auf-