446 Erklärung der Tafel für das pharmaceutische Laboratorium.
geführt, welches in dieser Anordnung die spätere Stelle hat. So z. B. steht Jod-kalium unter Kalium, weil dies weiter unten als Jod steht. Das Schlippe’-sche Salz enthält Schwefel, Natrium und Antimon. Das schwere Metall An-timon hat nach obiger Anordnung die tiefste Stelle, also findet sich dies Salzhierunter. Die Zahlen dieser Abtheilung sind der Anhaltepunkt für den wissen-schaftlichen Laboranten. Die Benutzung ist im Commentar bei jedem Artikelgezeigt worden. Es lassen sich daraus die Ausbeuten, die zur Zersetzung nöthi-gen Mengen der Stoffe leicht berechnen. Man muss dabei sämmtliche Formelnvor Augen haben, welche concurriren. Man will z. B. Höllenstein aus feinemSilber machen und will die äusserste Ausbeute wissen. So ist die Formel desHöllensteins AgO -(- KO s und sein Atomgewicht 170. Hierin ist 1 At. Silberenthalten, wie der Umstand zeigt, dass bei Ag keine Zahl steht. Das Atom-gewicht des Silbers ist aber 108; also geben 108 Gran reines Silber im gün-stigsten Falle 170 Gran Salpetersäuren Silber.
Fragt man z. B , wie viel Zinkoxyd durch Glühen aus dem kohlensaurenZinkoxyd erhalten werde, so sind in dessen Formel, 5 ZnO -f- 2 C0 2 -f-3 Aq = 272, offenbar 5 Atome Zinkoxyd enthalten. Das Zinkoxyd wiegt nachder Tafel 40,2. 5 Atome Zinkoxyd wiegen also 201. So viel Oxyd wird alsoaus 272 trockenem kohlensaurem Zinoxyd erhalten.
Diese Abtheilung dient zu den mannigfaltigsten Berechnungen.
Abtheilung III.
Die Abtheilung der specif. Gewichte bedarf keiner Erklärung. Sie dienebloss, um diese Zahlen bequem vor Augen zu bringen und des öfteren Nach-schlagens überhoben zu sein. Die Durchführung durch die vorkommendenTemperaturunterschiede entfernt die Bedingung des Erwärmens oder Erkältens,auf gerade 14° R.
Abtheilung IV.
bedarf keiner Erklärung.
Abtheilung V.
Beispiele: 20“ Centigrad in Reaumur zu verwandeln. l / 5 von 20 ist 4,diese von 20 abgezogen lassen 10“ R. 48“ Reaumur in Centigrad. V< von 48ist 12, dies zu 48 hinzugesetzt, giebt 60“ Centigrad.