356
Silicium.
[376.377]
b. Der Niederschlag, welchen Kalkwasser in Kieselfeuchtigkeit erzeugt,hält nach Dai.ton, aufser Kieselerde und Kalk, auch Kali.
[376] c. Apophyllit (Ichthyophthalm, Tesselit, Oxhaverif). — Viergliedrige®X-System. Fig. 28, 29, 32 u. a. p : e = 119° 30'; q : e = 127° 59'; leicht nachp, schwieriger nach q spaltbar. Spec. Gew. 2,3335 Hauy. Farblos, durchsichtig,auf den Spaltungsflächen nach p perlglänzend. — Blättert sich vor dem Löthroürauf und schmilzt dann leicht zu blasigem Glase. Zerfällt in Salzsäure anfaug sin farbeuspieleude Schuppen , und löst sich dann unter Abscheidung der Kiesel'erde in Gestalt eines Schleims; wird nach dem Glühen nur schwierig durch Siil'Z'säure zersetzt; nach dem Schmelzen und Pulvern etwas besser.
Apophyllit.
Bekzklius.
Stromeyer.
C. GmeliN-
KO
47,2
5,30
5,27
5,31
6,13
8 CaO
224
25,14
24,71
25,22
25,00
15 SiO 2
465
52,20
52,13
51,86
53,90
F —O
10,7
1,20
0,82
15,70_
16 HO
144
16,16
16,20
16,91
890,9
100,00
99,13
99,30
100,73
F—0 bedeutet liypothet. trockne Flusssäure; sie bildet mit 1 At. CaO 1CaF. Hiernach ist die Formel des Apophvllits vielleicht: K0,2Si0 2 + 6(CaO,2SiO 1-f CaO,Si0 2 + CaF + 16 Aq.
[KAMMKI.SBKKG betrachtet den Fluorgehalt im Apophyllit entweder als llie 'chanisch eingemengt oder als Vertreter eines Theils des Sauerstoflk. Die •' 01 !!!(>]die er dem Minerale gibt, ist: K0,Si0 3 -j- 6(CaO,Siü 3 ) -j- 15HO oder 2KO,3S>
+ 6(2Ca0,3Si0 2 ) + 30HO {Pogg. 68, 506). W-1
D. Kieselsäures Kalk-Natron. — Pektolith. — Faserige .'la s | s<1 “von sphärischer Oberfläche, von 2,69 spec. Gew. Wird durch gelindes Glüh®weniger glänzend und leichter zerreiblich. Schmilzt vor dem Löthrohr le ' c ^unter schwachem Blaseuwerfen zu durchscheinendem Glase. Löst sich leieh*Borax zu klarem Glase, gibt mit Phosphorsalz ein Kieselskelett. Wird in S t0durch concentrirte Salzsäure erst in mehreren Tagen zersetzt, wobei es *einander geht und gallertartige Ansätze zeigt; in Pulvergestatt wird es rase:zersetzt, wobei sich die Kieselerde nicht als Gallerte, sondern in schleim'»Flocken abscheidet. Gibt nach dem Glühen, und selbst nach dem Schmelz ’gepulvert, mit Salzsäure eine steife Gallerte, v. Kobell ( Kastn. Arch. 13, 3 5 >'
Pektolith . v. Kobei.l.
KO
1,57
NaO
31,2
8,99
8,26
4 CaO
112
32,26
33,77
6 $i0 2
186
53,57
51,30
2 HO
18
5,18
3,89
Alaunerde mit Eisenoxyd
0,90
347,2
100,00
99,69
Na0,2Si0 2 + 4(CaO,SiO 2 )-f 2Aq. Ein Theil des Natrons ist durch
Kal*
vertreten. Nach Bebzei.ius kommt im Pektolith etwas Fluor vor. , f0 n,
Verwandt hiermit ist Walkers Wollaslutiit, welcher enthält: 5,55 N 8 . r( je30,79 Kalk, 2,59 Bittererde, 1,18 Eisenoxyd und Alaunerde, 54,00 W eSeund 5,43 Wasser.
Silicium und M a g n i u m.
A. Kieselsäure Bittererde. — a. Halb. — a. Trocken- ^1. 2 At. Bittererde liefern mit 1 At. Kieselerde im 2stüudigen heftige 0 G eteuer einen milchweifsen schwammigen Schmelz. Skkström. . „ als
2. Chrysolith und Olivin. Findet sich häufig in den Meteorstei jj e n-Meteor-Olivin. X-System 2 u. 2gliedrig. Fig. 75 mit p-Fläche u. a \,f u i:°: t = 131° 29'; y : in = 141° 40'; t : u = 114° 6'; u : m = 155° & > fe id-= 131° 48'; spaltbar nach t. Hauy. Spec. Gew. 3,33 bis 3,44; härter 8 rol , r .spath; durchsichtig, meistens gelbgrün. [377] Schmilzt nicht vor dein b