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Phosphor-Titan.
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Kochen mit Kupfer nach einiger Zeit kirschroth, und gibt dann.mitAmmoniak einen dunkelkirschrothen Niederschlag, der sich nach einigerZeit wieder in weifse Titansäure verwandelt. Fuchs ( j.pr. chem. 18,495).— Die Lösungen des Titanoxyds werden durch Siedhitze zersetzt, be-sonders, wenn sie keinen Säureüberschuss enthalten und mit WasserVerdünnt sind, indem das Titanoxyd um so vollständiger, je weniger dieSäure vorherrscht, in einem schwieriger löslichen Zustande, als einbasisches Salz niederfällt. Schwefligsaures Ammoniak, mit den Salzenso lange gekocht, bis sich keine schweflige Säure mein - entwickelt, fälltalles Titanoxyd, leicht zu waschen, frei von schwelliger Säure. Ber-thier. — Phosphor-, Schwefel-, Arsen-, Klee- und Wein-Säure undihre Alkali-Salze (nicht Salpeter-, Essig und Citronen-Säure) schlagenaus der möglichst neutralen salzsauren Lösung ein weifses Salz nieder(vollständiger in der Hitze) , welches in überschüssiger Salzsäure, sowie in der überschüssigen fällenden Säure selbst löslich ist. — Reine,kohlensaure und Hydrothion-Alkalien schlagen unter Freiwerden vonKohlensäure oder Hydrothion weifse gallertartige Flocken von Hydrat,Welches sich nur im Ueberschuss des kohlensauren Alkali’s ein weniglöst, nieder. Bei Gegenwart von Eisen ist der durch Hydrothion-Alkalien er-zeugte Niederschlag durch beigemengtes gewässertes Schwefeleisen grün oderschwarz gefärbt. — Einfach-Cyaneisenkaliuni gibt einen dicken gelbroth-braunen, im überschüssigen Cyaneisenkaiium löslichen Niederschlag.
Bei Gegenwart von Eisenoxyd oder starkem Säureüberschuss ist der Niederschlagdurch beigemengtes Berlinerblau dunkelgrün gefärbt. _ Galläpfeltinctur ingröfserer Menge erzeugt einen dicken braunrothen Niederschlag. —
Hydrothion fällt nicht die Titanoxydsalze.
c. Mit Salzbasen zu li/ansaaren Sahen. — Diese kommen theilsnatürlich vor, theils lassen sie sich durch Zusammenschmelzen undzum Theil auch auf nassem Wege darstellen. Sie lösen sich im feinge-pulverten Zustande in mäfsig erwärmter concentrirter Salzsäure; ver-dünnte kochende [441] scheidet aus ihnen das meiste Titanoxyd alsWeifses Pulver ab. Sie sind meistens in Wasser unauflöslich.
Kohlensaures Tilanoxyd scheint nicht zu cxistiren.
Titan und Phosphor.
A. Phosphorlitan. — Durch heftiges Glühen des phosphorsaurenTitanoxyds mit Kohle und etwas Borax erhielt Chenevix ein weifses,sprödes, körniges, vor dem Löthrohre schmelzendes Phosphortitan.
B. Phosphorigsaures Titanoxyd. — Man fällt in Wasser gelös-tes Chlortitan durch in Wasser gelösten und mit Ammoniak neutrali-sirten Dreifach-Chlorphosphor. — Weifser Niederschlag, welcher beimGlühen in einer Retorte Phosphor-Dampf-haltendes Wasserstoffgas ent-wickelt, und einen schwarzen Rückstand lässt, worin die Titansäuredicht zu Oxydul reducirt ist. H. Rose (Pogg. 9,47.)
C. Phosphorsaures Titanoxyd. —Fälltbeim Vermischen derPhos-Pborsäure mit salzsaurer Titanoxydlösung in weifsen voluminösen FlockenBieder, die sowohl in überschüssiger Phosphorsäure, als in überschüs-siger Titanlösung auflöslich sind, und die zu einer gummiartig glänzen-den Masse eintrocknen. Enthält die Titanlösung Eisenoxyd, so wird diesesv <>llständig mitgefällt. H. ROSE.