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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Chrom.

[ 570 . 571 ]

säure mit überschüssigem Chromhydrat entsteht blofs eine Lösung [570] vonCr 2 ci 3 a . 2Cr 2 CI 3 ,Cr 2 0 3 . 1. Wässriges Anderllialb-Chlorchrom, ab-gedampft und bei 120° getrocknet, bläht sich auf, und fällt beim Um-rühren zu einem rothgrauen, an der Luft zerfliefsendcn Pulver zusam-men. 2. Trocknet man es bei 150°, unter beständigem Umrühren, soerhält man ein graurothes Pulver, nach dessen Behandlung mit kaltemWasser eine roseurothe Substanz bleibt. Diese löst sich in warmemWasser; ihre Analyse findet sich unter 2). 3. Wird die Lösung überVitriolöl verdunstet, so bleibt die gewässerte Verbindung als einedunkelrothe Masse; Analyse 3). Moberg. pEine Lösung dieser verbin-düng gibt mit Iodhalium einen gelben und mit schwelligsaurem Kali einen bläu-lich graugrünen Niederschlag; mit andern Salzen gibt sie ähnliche Reactionen,wie die neutrale Chlorverbindung. W. ]

Moberg MobBbG

1) 2) 3)

2Cr2C13 324,4 80,22 81,11 81,52 2Cr 2 CP 324,4 66,83 66,76

Cr 2 03 «0 19,78 18,89 18,48 Cr 2 03 80 16,48 15,93

____ OHO 8 1 16,69 17j3]

2Cr3Ci"3 + Cr203 404,4 100,00 100,00 100,00 +9Aq 485,4 100,00 lOO.üO

b. Cr 2 Cl 3 ,2Cr 2 0 3 . Das bei 150° erhaltene graurothe Pulver (C>a, 2) färbt sicli bei stärkerem Erhitzen, ohne sich aufzublähen, allmäligdunkler; nachdem es beinah bis zum Glühen erhitzt wurde, löst es sichnur theiiweise in Wasser; das Ungelöste ist im Tageslicht grauroth, in)Kerzenlicht grün, und zeigt die hier folgende Zusammensetzung. Be*längerem Glühen an der Luft verwandelt es sich völlig in Oxyd. 11obeb ,:(J- pr. C/iem. 29, 178).

Moberg.

Cr 2 C13 162,2 50,31 50,53

2Cr 2 0 3 160 49,69 69,47

Cr 2 C13,2Cr a 03 322,2 100,00 100,00

Durch Auflösen des braunen Chromoxydhydrats in Salzsäure erhält ni» 0eine rothe Lösung, welche sich durch Licht, Kochen mit Salzsäure oder Abdam-pfen.unter Chlorentwicklung in grünes salzsaures Chromoxyd verwandelt.zeuus , Brandenburg.

D. Chromsaures Dreifach-Chlorchrom. Früher für Dreifach-Chlorchrom gehalten, bis II. Rose die Chroinsäure darin entdeckte. Mail tlC"

slillirt ein chromsaures Salz mit Kochsalz und überschüssigem Vitriol)* 1, 1. Man schmelzt 10 Th. (3 At.) Kochsalz mit 16,9 Th. (3 At.)fach-chronlsaurem Kali im irdenen Tiegel zusammen, und übergiefst d*®ausgegossene und in grofse Stücke zerschlagene Masse in einer ge*' äu 'migen langhalsigen tubulirten Retorte mit 30 Th. (12 At.) rauchen**** 11Vitriolöl. Bei der sogleich von selbst eiutretendeu heftigen Erhitzung gehtVerbindung in einigen Minuten vollständig in die durch feuchtes Papier a *S, ekühlte Vorlage über, und das nachher beim Erhitzen von Aufsen Uebergehej)[in einer frischen Vorlage Aufzufangende] beträgt wenig, und hält Scliw esäure beigemischt. In der Retorte bleibt schwach grün gefärbtes 2 fach-sclivvesaures Kali und Natron. VVÖHLER {Pogy- 33, 343). 3(K0,Cr03) + 3 XaCl +12(H0,S0 3 ) =r= 3(K0,2S03 + HO) + 3(Na0,2S03 + 3HO) + CrCI3,2Cr03. H*® rbei sind im 2fach-schwefelsauren Natron 3 At. Wasser angenommen, wasmi gBestimmung von Brandes (II, 97) übereinkoinmt. Der Umstand, [571J _sich bei diesem Process immer freies Chlor entwickelt, und dass etwas *y ll w lt | eoxyd im Rückstand bleibt, beweist, dass die Zersetzung zuin Theil au *

Weise erfolgt; 3NaCl + 2(K0,Cr03) 4 - 13S03 = 3(Na0,2S03) + 2(K.**,2b** ) i

f

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