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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Chromsaures Dreifach-Chlorchrom.

565

[ 571 . 572 ]

Cr 2 0 3 ,3so3 _j_ 3C1. Das vorhandene Wasser scheint diese Zersetzungsweise zuveranlassen. Walt kr [Ami. Chim. Phys. 66, 387; auch Poyff. 45, 154) wendetdasselbe Verhältniss an, giefst aber das Vitriolöl durch eine im Tubus der Retorteefestigte S-Röhre nur nach und nach hinzu, damit die Masse nicht übersteigt,und sich die Dämpfe gut verdichten, kühlt Vorstofs und Vorlage stark ab, so dassi- tl, S das _ Ere l e Chlor entweicht, und erhitzt zuletzt gelinde, bis sich statt derothen Dämpfe gelbe zeigen. Statt des einfach-chromsauren Kalis dient auch'Weifach-sanres. Wühler, H. Rose. Thomson nimmt auf 10Th. Kochsalz 12 Th.ztacli-ehromsaures Kali. 2. Dl'MAS {Arm. Chim. Phys. 31, 435) destillirtKochsalz mit chromsaurem Bleioxyd und Vitriolöl, und verdichtet den, an) Pf in einer stark erkälteten Röhre. Das Destillat hält Überschus-ses Chlor absorbirt, bei stark erkälteter Vorlage in solcher Menge,lass es zum Theil fest wird. Dumas, H. Rose. Man reinigt es durcheiI)e theilweise Destillation, wobei das überschüssige Chlor entweicht,l, od die Schwefelsäure im Rückstände bleibt. Walter.

, Prächtig blutrothe Flüssigkeit, bei auffallendem Lichte schwarz;bei 21 ° von 1,71 spec. Gew. und bei 0,76 Meter Luftdruck den con-ptanten Siedpunct von 118 ° zeigend. Walter. Der Dampf hat diebarbe des Untersalpetersäuredampfes. Spec. Gew. des Dampfes (i, 262).

2

CrC13

Cr03

Cr C13,2Cr0 3

134,2 56,34

104 43,66

238,2 100,00

Oder:

3 Cr 84 35,27

3 CI 106,2 44,586 0 48 20,15

238,2 100,00

H. Rose. Wai.tkb.35,53 35,18

45,60 45,14

Chromdampf ?

Chlorgas

Sauerstoffgas

Maafs.

1

1

1

Spec. Gew.1,94042,45431,1093

Dampf des chroms. 3fach-Chlorchroms

1

5,5040

säu 0,6 Verbindut) g kann auch betrachtet werden als Cr0 2 Cl, d. h. als Chrom-Tdehu ln " elcber 1 ^t. Sauerstoff durch 1 At. Chlor vertreten ist; in dieser Be-nennt sie Walter: Acide chloro-oxychromique.

S l ,,.. er Dampf, durch eine glühende Röhre geleitet, zerfällt in kry-2fr , rtes Chromoxyd (ii, 544) , Chorgas und Sauerstoffgas. Wöhler.fei r ,2C, ) == Cr 2 0 3 4-0 f 2clDie Verbindung gibt mit Phosphor einenIt TI ß e Verpuffung. Dumas, Walter. Schon ein Tropfen der VerbindungPl eiaem nadelknopfgrofsen Stück Phosphor reicht hin. Dumas. Nur der feuchteVer | S .P aar gibt die Verpuffung; der trockne ist ohne Wirkung, und brennend'seht er im Dampfe der Verbindung. Thomson. Schwefel zersetzt dieerbimjung unter Zischen. Dumas. Damit befeuchtete Schwefelbluinenbgen in einigen Minuten Feuer und brennen mit rother Flamme.Srh° M ^° N C Phil. Mag. Arm. 1 , 452; auch Kastn. Arch. 11, 217). Schwefel

neidet ein rosenrothes Pulver ah, Kemp f./. pharm. 20, 413), welches1« e ^ REG0EY [572] die Zusammensetzung und Eigenschaften des un-s bchen Anderthaib-Chiorchroms hat. Leitet mau in die VerbindungLdrothiongas, so wird die Röhre, welche dieselbe enthält, rothglü-p R bd, unter Entwicklung von salzsanrem Gas und Fällung eines grünendivers, welches vielleicht Schwefelchrom ist. Kemp. Den Dreifach-UpJP. r Ph°sphor und den Halb-Chlorschwefel zersetzt die Verbindung mitron, eit unter Entwicklung starker Dämpfe und Fällung des rosen-Tnen unlöslichen Anderthalb-Chlorcliroms, Lässt man in ein mit dem