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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Antimon.

[ 795 ]

y. Fünffach-gewässert. 1. 1 Th. Antimon oder Schwefelasti-mon wird mit 3 Salpeter verpufft und mit [795] kaltem Wasser ausge-waschen; hierauf zieht kochendes Wasser das Salz aus. 2. plansetzt eine Antimonoxydlösung zu Kalilauge, so lange der anfangs ge-bildete Niederschlag sich beim Umrühren wieder auflöst, fügt frischeKalilauge hinzu und so viel mangansaures Kali, dass die Flüssigkeitgefärbt bleibt. Den Ueberschuss des mangansauren Kali entfernt mandurch in Kali gelöstes Antimonoxyd (nicht durch organische Stoffe), kb 11"noso (Compt. rerni. 82, 040). l .| Die farblose, schwach metallisch, nichtalkalisch schmeckende, und kaum merklich alkalisch reagirende Auf-lösung bedeckt sich, bis zur Honigdicke abgedampft, mit einer auskleinen Krystallkörnern bestehenden Haut, und gesteht dann beim Er-kalten zu einer weifsen Salzmässe; beim fortgesetzten Abdampfentrocknet sie zu einer honiggelben, durchsichtigen, rissigen Masse aus,die beim völligen Verjagen des Wassers weifs und undurchsichtig wird.Das trockne Salz löst sich langsam in kaltem, leicht in heifsem Was-ser. Aus dieser Lösung fällen Kohlensäure und stärkere, nicht i®Ueberschuss einwirkende, Säuren das Salz c. Berzelivs. Hydrothios-gas, durch die wässrige Lösung geleitet, fällt % der Antimonsäureals Fünffach-Schwefelantimon, während 3KS,SbS 3 gelöst bleibt. R« 1 '

MELSBERG.

Wasserfrei. Berzkuus. Krystallischkörnig. Ramvib lsbKO 47,2 21,83 20,8 KO 47,2 18,07 17,29

Sb05 169 78,17 79,2 SbOs 169 64,70 66, lj>

_5HO 45 17,23 17UL

K0,Sb0 5 216,2 100,00 100,0 +5Aq 261,2 lÖÖjOÖ 100,61

fNach Fremy enthält die erwähnte wässrige Lösung ein Gemenge veschiedener Salze, aber namentlich das gunimiartige und das unlösliche. "fünffach gewässerte Salz ist in Wasser löslich, gibt mit verschiedenen ^

lösungen Niederschläge, z. B. mit Salmiaklösung; seine Lösung löst das uuj u

liehe Salz mit Leichtigkeit auf und die Lösung wird dann durch alle lösMSalze gefällt mit Einschluss der Kalisalze.

8. Siebenfach-gewässert. (Fremys saures metaantimonsaures.)

Man erhitzt 1 Th. Antimon mit 4 Th. Salpeter im Thontiegel zum R 0 * 1 'glühen, wobei sich wasserfreies antimonsaures Kali bildet; diewird mit kaltem Wasser gewaschen, um salpetersaures und salpe^ 1 ®"saures Kali aufzunehmen, und darauf zwei oder drei Stunden mit aser gekocht, um sich in das gummiartige Salz zu verwandeln; das ver-dunstende Wasser wird durch neues ersetzt. Hierbei löst sichMasse fast vollständig auf und nur eine geringe Menge zweifach anti® 01saures Kali wird ausgescliieden. Die Flüssigkeit wird nun durch Zusavon weingeistiger Kalilösung stark alkalisch gemacht und eingedamP* >bis herausgenommene Tropfen beim Erkalten krystallisiren. Wird n»mit Eindampfen aufgehört, so scheidet sich das Salz in reichlichMenge aus. Die alkalische Flüssigkeit wird abgegossen und das » aauf Platten von unglasirtem Porcellan getrocknet. Das Salz enthältüberschüssiges Kali und mufs daher vor dem Gebrauch zwei oder dreinia __Wasser gewaschen werden. Da es sich bei längerer Berührung mit Wasser 'setzt, indem es zuerst in das gummiartige Salz übergeht und dannunlösn ^zweifach-saures Salz absetzt so mufs es im trocknen Zustande aufbewahr serst vor dem Gebrauche aufgelöst werden. Es ist dadurch ausgezeichnet,