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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Tellur.

[841.842]

Tellur und Lithium.

A. Tellurigsaures Lithon. a. Einfach. Die durch Zusam-menschmelzen von gleichen Atomen telluriger Säure und kohlensauremLithon erhaltene Masse krystallisirt bei langsamem Erkalten, schwilltaber bei raschem auf, wie das Natronsalz. Die wässrige Lösung trock-net Uber Vitriolöl zu einer weifsen, erdigen, kaum krystallischen Masseein. Berzeliüs. b. Zweifach. Leicht schmelzbar, beim Erkaltenkrystallisirend. Wird durch kaltes Wasser in einfach - und vierfach-saures Salz zersetzt. Löst sich in kochendem, welches jedoch beim Er-kalten ebenfalls 4fach-saures Salz absetzt. c. Vierfach. Milch-weifse Körner, beim Schmelzen und gegen Wasser das Verhalten desentsprechenden Kali- und Natron-Salzes zeigend. Berzeliüs.

B. Telltirsaures Lithon. a und b. Einfach und doppelt.Ihre wässrige Lösung gibt beim Verdunsten ein klares Gummi, welches,in der Wärme völlig getrocknet, milchweifs wird, und am Glase haftet- c. Vierfach. Verhält sich ebenso. Geht, nach dem Eintrockneuauf 100° erhitzt, in ein ähnliches weifses unlösliches Pulver Uber, ff ' edas Kali- und Natron-Salz, und verwandelt sich bei stärkerem Erhitzenunter Wasserverlust in die gelbe Verbindung. Berzeliüs.

C. Zweifach-Schwefeltellurlithium. Die Lösung trocknet unVacuum zu einer blassgelben, amorphen Salzmasse ein, welche sich ander Luft sehr leicht zersetzt. Berzeliüs.

Tellur und Baryum.

A. Teilurig saurer Baryt. a. Einfach. 1. 1 At. tellurigeSäure, mit 1 At. kohlensaurem Baryt bis zum Glühen [842] erhitzt»liefert, unter Austreibung aller Kohlensäure, eine gelbe Flüssigkeit, diebeim Erkalten zu einer farblosen Krystallmasse erstarrt. 2. Durchdoppelte Affinität erhält man wasserhaltende weifse, voluminöseFlocken. Das wasserfreie und das gewässerte Salz lösen sich sehrwenig in Wasser. Die Lösung reagirt alkalisch, und setzt an der Luitkohlensauren und 4fach-tellurigsauren Baryt ab. Berzeliüs.

b. Vierfach. i. 4 At. tellurige Säure kommen mit 1 At. koh-lensaurem Baryt beim schwachen Glühen in Fluss, und geben nach demErkalten ein wasserhelles Glas. 2. Aus der wässrigen Lösung deseinfach-teilurigsauren Baryts fällt sehr verdünnte Salpetersäure sehrvoluminöse Flocken. Diese lösen sich bei Anwendung überschüssige 1wmrmer Salpetersäure; die Lösung setzt beim Abdampfen erst danntellurige Säure ab, wenn die Salpetersäure zu verdampfen beginnt-Berzeliüs.

B. Tellursaurer Baryt. a. Einfach. Man fällt wässrige«salzsauren Baryt durch einfach-tellursaures Natron. Der zuerst volu-minöse Niederschlag sinkt bald zu einem weifsen schweren Pulver zu-sammen. Dieses erfolgt nicht, wenn zweifach-saures Salz beigemengt Ist,

hei Zusatz von Ammoniak. _ Nach dem Waschen und Trocknen stellt derNiederschlag ein weifses Mehl dar. Dasselbe verliert sein Wasser ersüber 200°, ehe noch die Säure sich zersetzt. Es löst sich sehr wenigin kaltem, besser in kochendem Wasser, bei dessen Verdunsten es als