[842.843] Tellursaurer Kalk. 823
weifse Erde bleibt. Es löst sich leicht, unter Zersetzung, in Salpeter-säure; durch Ammoniak wird es nicht zersetzt. Berzelius.
Wasserfrei. Gewässert. Berzelius.
BaO 76,6 46,54 BaO 76,6 39,98 39,82
Te03 88 53,46 Te03 88 45,93 45,85
________ 3HO 27 14,09 _ 14,33
Ba0,Te03 164,6 100,00 +3Aq 191,6 lÖOjÖÖ 100,00
b. Zweifach. — Wässriges zweifach - tellursaures Natron fälltaus salzsaurem Baryt voluminöse Flocken, die nicht Zusammengehen.Sie halten 10 Proc. (3 At.) Wasser. Sie treten an Wasser ein Säure-reicheres Salz ab, während Salz a zurückbleibt. Berzelius.
c. Vierfach. — Durch Fällung eines Barytsalzes mittelst 4fach-tellursauren Natrons. Voluminöser, und leichter in Wasser löslich, alsa und b. Wird beim Erhitzen gelb, aber beim Erkalten wieder weifs.Bleibt, in Essigsäure gelöst und abgedampft, als weifse erdige Masse.Berzelius.
C. Zweifach - Schwefellellurban/um. — Durch Kochen vonSchwefelbaryum mit Zweifach-Schwefeltellur und Wasser, und Ver-dunsten des Filtrats im Vacuum. Grofse, durchsichtige, blassgelbe,platte, schief abgestumpfte 4seitige Säulen; ziemlich luftbeständig, sehrlangsani in Wasser löslich. Berzelius.
[843] Tellur und Strontium.
A. Teilurigsaurer Stronlian. — Wie bei Baryt.
B. Tellursaurer Stronlian. — Einfach. — Durch doppelte Affi-nität. Weifse Flocken, nicht zusammenfallend, in viel Wasser löslich.Berzelius.
C. Zweifach-Schwefeltellur Strontium. — Durch Kochen vonSchwefelstrontium mit Zweifach-Schwefeltellur und Wasser. Das Fil-trat, im Vacuum bis zur Syrupdicke verdunstet, gibt Zeichen der Kry-stallisation, und trocknet dann zu einer blassgelben, ziemlich luftbe-ständigen, völlig in Wasser löslichen Masse ein. Berzelius.
Tellur und Calcium.
A. Teilurigsaurer Kalk. — a. Einfach. — 1. Durch Glühenvon 1 At. telluriger Säure mit 1 At. Kalk erhält man eine weifse, beimSchmelzpuncte des Silbers noch nicht schmelzende Salzmasse. —2. Durch doppelte Affinität. Weifse Flocken, wenig in kaltem, leichterin heifsem Wasser löslich, bei dessen Verdunsten er als weifse Erdezurückbleibt. Berzelius. — b. Zweifach. — Schmilzt erst nahe beider Weifsglühhitze, und gesteht beim Erkalten zu einem undurchsich-tigen Kuchen, aus, durch gelinden Druck trennbaren, glimmerartigenSchuppen bestehend. Berzelius. — c. Vierfach. — Schmilzt etwasleichter, als b, Dämpfe von telluriger Säure entwickelnd, und wird beimErstarren ebenfalls glinnnerähnlich. Berzelius.
B. Tellursaurer Kalk. — Einfach. — Durch doppelte Affinität.Weifse Flocken, nicht zusammengehend. Ihre Lösung in heifsem Was-ser lässt beim Verdunsten das Salz als weifses Pulver. Berzelius.