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Verhandlungen der vierten Versammlung Schweizerischer Forstwirthe in Zürich im Monat Juni 1847
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Gehret weist darauf hin, daß Herr ForstverwalterRietmann sein Vorwaldsvstem nicht ganz richtig aufgefaßthabe, wenn er von der Voraussetzung ausgehe, daß nach35 Jahren wieder eine Vorwaldreihe eingepflanzt werdeund daß diese beiden den angegebenen Ertrag abwerfensollen. Es sei dieß namentlich ganz unrichtig in Bezugauf eine derartige Zwischenpflanzung von Lerchen, Birkenund Akazien. Hicvon könne keine Rede sein, da ja nachAbtrieb des Vorwaldes der Schluß des Hochwaldbestandesbereits hergestellt sei. Es könnte höchstens die Weißtanne ein-gepflanzt werden, um einen Vorwuchs zu erhalten. Er be-richtigt nunmehr die in dem Vortrage von Rietmann ent-wickelte Ansicht dabin, daß nach 35 Jahren mit dem Abtriebdes Vorwaldes begonnen und bis zum 70sten Jahre been-det werde. Hierauf folge der Abtrieb der Hochwaldreihen,welcher bis zum 105ten Jahre daure, wo dann wiederauf Schlag 1 der Abtrieb des Vorwaldes erfolge.

Bezüglich der gegen die Durchforstungen gemachten Ein-wendungen bemerkt der Redner, daß er in dieser Beziehungnoch keine abgeschlossene Ueberzeugung habe, allein die bis-her beim Aushieb der schnellwüchsigen Holzarten gemachtenErfahrungen lassen ihn große Ertrage in dieser Beziehungerwarten. Er glaubt, daß namentlich durch die lang an-dauernde Lockerung des Bodens sehr günstig auf das Wachs-thum der Holzarten eingewirkt und die Erträge bedeutendgesteigert werden. Hierüber fehlen ihm aber bestimmte Er-fahrungen. ES frage sich im Wettern, ob die schnellwüch-sigen Holzarten in den Vorwaldreihen nach 10 Jahren, oderwann, herausgehauen werden müssen und ob nicht schonvorher eine Ausschneidelung oder Köpfung erforderlich sei.In beiden Fällen sei indessen überall da, wo der Kubikfuß^ Kreuzer koste, ein Gewinn zu erwarten. Die erste undwichtigste Entscheidung sei zunächst die Auswahl der Holz-arten, sowie die Festsetzung der Distanzen, d. h. das Bestre-ben jeder Holzart den nöthigen Wachsthumsraum zu geben;sehr wichtig sei Letzteres namentlich bezüglich der schnellwüch-